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        <title>flore.nz RSS</title>
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        <copyright>Florenz</copyright>
        <item>
            <title><![CDATA[The Eye of the Bedlam Bride]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/the-eye-of-the-bedlam-bride-dungeon-crawler-carl-6</link>
            <guid>the-eye-of-the-bedlam-bride-dungeon-crawler-carl-6</guid>
            <pubDate>Mon, 25 May 2026 22:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA["Donut: The Gathering" meets "Pokecarl"  meets "Slay the Crawler". 
Normalerweise versuche ich beim Lesen einer Buchreihe zwischen den Teilen andere Bücher zu streuen, um ein Ausbrennen zu vermeiden, aber nach dem Ende von Band 5 wollte ich direkt weiterlesen. Wie bei einem Videospiel, wo ich „nur noch ein Level“ spielen will, obwohl es schon 1 Uhr nachts ist. Und ich glaube, dieser sechste Teil ist der bisher beste der Reihe. 

Nach dem Levelskip der siebten Ebene im letzten Buch befinden sich Carl und Donut nun auf der achten Ebene – Kuba. Aber anstatt sich wie regulär durch die Stadt zu kämpfen, ist diese Ebene nichts anderes als ein Sammelkartenspiel. Zum einen müssen sie – wie in Pokemon – durch die Welt reisen und mächtige Wesen einfangen und im nächsten Schritt kartenbasierte Kämpfe austragen. Eine wilde Mischung aus Magic the Gathering, Pokemon und Slay the Spire. 

Die knapp 800 Seiten haben sich so weggelesen und ich konnte das Buch nicht weglegen. Der Trading-Card-Ansatz ist – aus meiner Sicht – ein sehr spannender Wechsel und lockert das Geschehen auf. Außerdem ist es toll zuzusehen, wie die Protagonisten, wie in einem Videospiel, immer stärker und stärker werden. Eine typische, spielgewordene Allmachtsphantasie. 

Zusätzlich gibt es auch noch sehr viel mehr Lore aus der Welt außerhalb des Dungeons. Wo es vorher nur der Inhalt einer Spielshow war, hat die Geschichte inzwischen Auswirkungen auf das ganze Universum. Mit allen Tropes die dazugehören. 

Ich werde wahrscheinlich direkt das nächste Buch weiterlesen! ^[Inzwischen habe ich auch gehört, dass es ein ganzes Subgenre für diese Art von Geschichten gibt: LitRPG. Mach's gut, Freizeit.]]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1779871263/photo_2026_05_27_10_38_22_aebfdf2d62.jpg" alt="photo_2026-05-27 10.38.22.jpeg"></p>
<p>Normalerweise versuche ich beim Lesen einer Buchreihe zwischen den Teilen andere Bücher zu streuen, um ein Ausbrennen zu vermeiden, aber nach dem Ende von Band 5 wollte ich direkt weiterlesen. Wie bei einem Videospiel, wo ich „nur noch ein Level“ spielen will, obwohl es schon 1 Uhr nachts ist. Und ich glaube, dieser sechste Teil ist der bisher beste der Reihe. </p>
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<p>Nach dem Levelskip der siebten Ebene im letzten Buch befinden sich <em>Carl</em> und <em>Donut</em> nun auf der achten Ebene – <em>Kuba</em>. Aber anstatt sich wie regulär durch die Stadt zu kämpfen, ist diese Ebene nichts anderes als ein <strong>Sammelkartenspiel</strong>. Zum einen müssen sie – wie in <em>Pokemon</em> – durch die Welt reisen und mächtige Wesen einfangen und im nächsten Schritt kartenbasierte Kämpfe austragen. Eine wilde Mischung aus <em>Magic the Gathering</em>, <em>Pokemon</em> und <em>Slay the Spire</em>. </p>
<p>Die knapp 800 Seiten haben sich so weggelesen und ich konnte das Buch nicht weglegen. Der Trading-Card-Ansatz ist – aus meiner Sicht – ein sehr spannender Wechsel und lockert das Geschehen auf. Außerdem ist es toll zuzusehen, wie die Protagonisten, wie in einem Videospiel, immer stärker und stärker werden. Eine typische, spielgewordene <strong>Allmachtsphantasie</strong>. </p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1779871263/photo_2026_05_27_10_38_25_13404cc869.jpg" alt="photo_2026-05-27 10.38.25.jpeg"></p>
<p>Zusätzlich gibt es auch noch sehr viel mehr Lore aus der Welt außerhalb des Dungeons. Wo es vorher nur der Inhalt einer Spielshow war, hat die Geschichte inzwischen Auswirkungen auf das ganze Universum. Mit allen <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Trope_(cinema)"><em>Tropes</em></a> die dazugehören. </p>
<p>Ich werde wahrscheinlich direkt das nächste Buch weiterlesen! ^[Inzwischen habe ich auch gehört, dass es ein ganzes Subgenre für diese Art von Geschichten gibt: <em>LitRPG</em>. Mach&#39;s gut, Freizeit.]</p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[The Butchers Masquerade - Matt Dinniman]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/the-butchers-masquerade-matt-dinniman-dungeon-crawler-carl-5</link>
            <guid>the-butchers-masquerade-matt-dinniman-dungeon-crawler-carl-5</guid>
            <pubDate>Mon, 11 May 2026 22:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[All Eyes on me! 
Ich habe letztens versucht jemandem zu beschreiben, worum es in dieser Serie geht. Das ging ungefähr so:

Ein Typ namens Carl wurde mit der Katze seiner Ex-Freundin, die Princess Donut heißt, nach dem Ende der Welt in eine intergalaktische Spielshow mit mehreren Leveln verfrachtet. Zusammen mit anderen Überlebenden der Apokalypse – eingeleitet von einem Alien-Syndikat mit Profitinteressen. Die beiden schlagen sich jetzt nun durch mehrere Stages, bekämpfen Dinge wie methdealende Lamas oder eine KraKraken – was Kraken mit Karen Haircuts sind.

In diesen Dungeons gibt es auch sammelbaren Loot, sodass die Ausrüstung von Carl immer besser wird. Nur eine Hose bekommt er nicht, da seine Unterhose schon sehr stark ist und die AI des Systems scheinbar nicht will, dass er eine trägt. Gleichzeitig wird die Katze Princess Donut dann mit menschlicher Intelligenz ausgestattet, kann reden und ist von nun an eine Zauberkatze, die Cocker Spaniel hasst. Diese Katze hat aber nun wieder ein Haustier, was erst mal wie ein Huhn aussieht, sich aber später als ausgewachsener Velociraptor herausstellt und dann den Namen Mongo bekommt.

Auf dem Weg treffen sie noch viele weitere Crawler, die nun teilweise Formen von intergalaktischen Rassen und Spezialisierungen oder Kampfklassen haben: Eine Schafhirtin inkl. Schafherde, eine isländische Valkyrin oder ein Borderline-Mädchen namens Lucia mit zwei psychotischen Rottweilern. Oder ein Haufen Rechtsanwälte, die alle irgendwie Bogenschützen sind. 

Außerdem werden die beiden immer wieder von ihrem Social Media Manager Zev – einem fischähnlichen Alien, den ich mir wie Klaus aus American Dad vorstelle – in seltsamen Talkshows auftreten, Interviews führen und ihre Viewership unterhalten, da das Ganze quasi in einem interstellaren Twitchstream übertragen wird. Inklusive Sponsorship und Recap-Episoden.

Und hier habe ich ca. 98 % der bisherigen Ereignisse ausgelassen. 

Ich finde meine initiale Beschreibung immer noch gut: Ready Player One meets Scheibenwelt. Viele Popkultur-Referenzen zu Serien, Filmen und Spielen sowie Mechaniken, die man eher aus Videospielen kennt. Immer wieder gibt es Achievements und Quests, immer wieder neuen Loot und Belohnungen – und in diesem inzwischen sechsten Buch ist Carl von einem Niemand in Boxershorts zu einer Allmachtsfantasie geworden.
Wie in einem Videospiel ^[Tatsächlich frage ich mich, wieso noch keine Videospiel-Adaption angekündigt wurde]. Und es funktioniert.

Zum Buch selbst – es hat mir besser gefallen als der Vorgänger. Spannende Dschungelwelt, viele WTF-Momente. Zwischendurch gab es auch einen Vampir-T-Rex mit Zauberstab und Ballerinakleid namens Big Tina ^[Spoiler: Die aber eigentlich ein verzauberter Bär ist... frag nicht. ] – was eigentlich schon alles sagt. 

Die 700 (!!) Seiten waren schnell gelesen und ich werde vermutlich direkt in den nächsten Teil springen.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1779267175/photo_2026_05_20_10_51_19_05d90f285b.jpg" alt="photo_2026-05-20 10.51.19.jpeg"></p>
<p>Ich habe letztens versucht jemandem zu beschreiben, worum es in dieser Serie geht. Das ging ungefähr so:</p>
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<blockquote>
<p>Ein Typ namens <em>Carl</em> wurde mit der Katze seiner Ex-Freundin, die <em>Princess Donut</em> heißt, nach dem Ende der Welt in eine intergalaktische Spielshow mit mehreren Leveln verfrachtet. Zusammen mit anderen Überlebenden der Apokalypse – eingeleitet von einem Alien-Syndikat mit Profitinteressen. Die beiden schlagen sich jetzt nun durch mehrere Stages, bekämpfen Dinge wie <em>methdealende Lamas</em> oder eine <em>KraKraken</em> – was Kraken mit <a href="https://www.google.com/search?q=karen+haircut">Karen Haircuts</a> sind.</p>
<p>In diesen <em>Dungeons</em> gibt es auch sammelbaren <em>Loot</em>, sodass die Ausrüstung von <em>Carl</em> immer besser wird. Nur eine Hose bekommt er nicht, da seine Unterhose schon sehr stark ist und die AI des Systems scheinbar nicht will, dass er eine trägt. Gleichzeitig wird die Katze <em>Princess Donut</em> dann mit menschlicher Intelligenz ausgestattet, kann reden und ist von nun an eine Zauberkatze, die Cocker Spaniel hasst. Diese Katze hat aber nun wieder ein Haustier, was erst mal wie ein Huhn aussieht, sich aber später als ausgewachsener Velociraptor herausstellt und dann den Namen <em>Mongo</em> bekommt.</p>
<p>Auf dem Weg treffen sie noch viele weitere <em>Crawler</em>, die nun teilweise Formen von intergalaktischen Rassen und Spezialisierungen oder Kampfklassen haben: Eine Schafhirtin inkl. Schafherde, eine isländische Valkyrin oder ein Borderline-Mädchen namens <em>Lucia</em> mit zwei psychotischen Rottweilern. Oder ein Haufen Rechtsanwälte, die alle irgendwie Bogenschützen sind. </p>
<p>Außerdem werden die beiden immer wieder von ihrem <em>Social Media Manager</em> <em>Zev</em> – einem fischähnlichen Alien, den ich mir wie <em>Klaus</em> aus <em>American Dad</em> vorstelle – in seltsamen Talkshows auftreten, Interviews führen und ihre Viewership unterhalten, da das Ganze quasi in einem interstellaren <em>Twitchstream</em> übertragen wird. Inklusive <em>Sponsorship</em> und <em>Recap</em>-Episoden.</p>
</blockquote>
<p>Und hier habe ich ca. <strong>98 % der bisherigen Ereignisse</strong> ausgelassen. </p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1779267175/photo_2026_05_20_10_51_23_aee127fa87.jpg" alt="photo_2026-05-20 10.51.23.jpeg"></p>
<p>Ich finde meine initiale Beschreibung immer noch gut: <em>Ready Player One</em> meets <em>Scheibenwelt</em>. Viele Popkultur-Referenzen zu Serien, Filmen und Spielen sowie Mechaniken, die man eher aus Videospielen kennt. Immer wieder gibt es Achievements und Quests, immer wieder neuen <em>Loot</em> und Belohnungen – und in diesem inzwischen sechsten Buch ist <em>Carl</em> von einem Niemand in Boxershorts zu einer Allmachtsfantasie geworden.<br>Wie in einem Videospiel ^[Tatsächlich frage ich mich, wieso noch keine Videospiel-Adaption angekündigt wurde]. Und es funktioniert.</p>
<p>Zum Buch selbst – es hat mir besser gefallen als der Vorgänger. Spannende Dschungelwelt, viele WTF-Momente. Zwischendurch gab es auch einen Vampir-T-Rex mit Zauberstab und Ballerinakleid namens <em>Big Tina</em> ^[Spoiler: Die aber eigentlich ein verzauberter Bär ist... frag nicht. ] – was eigentlich schon alles sagt. </p>
<p>Die 700 (!!) Seiten waren schnell gelesen und ich werde vermutlich direkt in den nächsten Teil springen.</p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Jade Legacy - Fonda Lee]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/jade-legacy-fonda-lee-green-bone-3</link>
            <guid>jade-legacy-fonda-lee-green-bone-3</guid>
            <pubDate>Fri, 01 May 2026 22:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Generationenkonflikt
Das letzte Buch der Green Bone Saga. Die Geschichte umfasst dieses Mal eine Zeitspanne von mehr als einem Jahrzehnt und ist oberflächlich erstmal eher episodenartig. Alles in allem ein schöner Abschluss, und gegen Ende hatte ich einige Figuren schon sehr ins Herz geschlossen – auch wenn ich gelegentlich Probleme hatte, die Namen auseinanderzuhalten. 

Generell zur ganzen Reihe: Diese Mischung aus Fantasy- und Mafia-Familienepos (mit Anleihen bei Yakuza oder doch chinesischen Triaden? Ich bin mir nicht sicher, was hier das Vorbild ist. Kekon scheint sich für mich eher an Japan als an China zu orientieren) funktioniert insgesamt für mich überraschend gut. Das Worldbuilding ist spannend genug, dass ich jetzt immer noch mehr will. Insgesamt eine faszinierende Fusion aus Magie und Realwelt. 

Definitiv eine Leseempfehlung!]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1779266670/jade_legacy_fonda_lee_cover_4624343109.jpg" alt="Jace Legacy"></p>
<p>Das letzte Buch der <em>Green Bone Saga</em>. Die Geschichte umfasst dieses Mal eine Zeitspanne von mehr als einem Jahrzehnt und ist oberflächlich erstmal eher episodenartig. Alles in allem ein schöner Abschluss, und gegen Ende hatte ich einige Figuren schon sehr ins Herz geschlossen – auch wenn ich gelegentlich Probleme hatte, die Namen auseinanderzuhalten. </p>
<p>Generell zur ganzen Reihe: Diese Mischung aus Fantasy- und Mafia-Familienepos (mit Anleihen bei <em>Yakuza</em> oder doch chinesischen Triaden? Ich bin mir nicht sicher, was hier das Vorbild ist. <em>Kekon</em> scheint sich für mich eher an Japan als an China zu orientieren) funktioniert insgesamt für mich überraschend gut. Das Worldbuilding ist spannend genug, dass ich jetzt immer noch mehr will. Insgesamt eine faszinierende Fusion aus Magie und Realwelt. </p>
<p>Definitiv eine <strong>Leseempfehlung</strong>!</p>
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        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[REPLACED - Style over Substance. ]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/replaced-videogame-review</link>
            <guid>replaced-videogame-review</guid>
            <pubDate>Tue, 28 Apr 2026 22:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[REPLACED sieht blendend aus, spielt sich aber nicht so. 
REPLACED beginnt wie ein Versprechen. Ein typischer 2D-Sidescroller-Plattformer mit Pixelgrafik. Wir befinden uns in einer Verfolgungsjagd; auf der Straße im Hintergrund hält ein Fahrzeug an. Es schießt auf uns. Ein Harpunenprojektil verfehlt uns knapp und trifft den Boden im Vordergrund. Die Kamera fährt raus und runter, sie verlässt ihre starre 2D-Perspektive und zeigt uns das Geschoss im Boden. Der Hintergrund wird unscharf, in Pfützen spiegelt sich das Sonnenlicht, die Musik dröhnt. Es ist ein Moment – der Moment, in dem auch der letzte Spieler merkt, dass es sich nicht um eine typische 2D-Erfahrung handelt. Wow. 

Es ist einer der besten Momente, die ein Spiel im Jahr 2026 bieten kann. Die Pixel-Art-Welt von Sad Cat Studios sieht aus, als hätte jemand die Engine von Flashback genommen und in eine Zeitmaschine gesteckt. Retro-Ästhetik trifft auf modernes Licht: Cyberpunk-80s mit Neon und Smog. Die cinematische 2.5D-Präsentation macht aus einem Side-Scroller etwas, das sich wie ein Film anfühlt. Nein, es ist nicht das erste Spiel, das die Dimensionen miteinander verbindet – mir fällt da zum Beispiel das grandiose Inside ein –, aber bisher hat es keins so gut inszeniert wie REPLACED. 

Und dann ... dann fängst du an zu spielen.

Blendend! Nur nicht im Gameplay.
Die Grafik steht REPLACED im Weg. Nicht metaphorisch – buchstäblich. Levelgegenstände und Wege verschwinden im Hintergrund. Abgründe sehen aus wie Wege, Wege sehen aus wie Abgründe. Du stellst die Helligkeit hoch, um Objekte zu erkennen, mit denen du interagieren musst. Dann stellst du sie wieder runter, weil es einfach besser aussieht. Und dann stirbst du trotzdem, weil du nicht sehen konntest, dass der Punkt, an dem du stehen musst, fünf Pixel weiter rechts war.

Das ist frustrierend. Egal wie gut etwas aussieht – wenn du es nicht lesen kannst, ist es kaputt.

Pixel-perfekt und furchtbar
Plattform-Passagen in REPLACED erfordern pixelgenaue Präzision. An manchen Stellen muss der Sprung exakt getimt sein, und das Spiel verschweigt dir, dass du „Springen“ hättest drücken sollen. Input-Lag tut sein Übriges. Du fällst zum fünften Mal über den gleichen Stahlträger, obwohl du weißt, dass er da ist, und obwohl du rechtzeitig drückst – leider nicht so rechtzeitig, dass das Spiel es für den richtigen Moment hält. 

Nicht falsch verstehen: Ich habe gerade ein langes Durchspielen von Red Dead Redemption 2 hinter mir, ein Spiel, das seine Trägheit zelebriert. Die Hauptfigur hört nicht einfach auf zu laufen; ein älterer Cowboy um die 40 läuft langsam aus. Es passt, es erzeugt Atmosphäre ... und manchmal ist es etwas zu viel. Aber an keiner Stelle hätte man hier erwartet, dass Arthur Morgan millisekundengenaue Parkour-Plattform-Abschnitte absolvieren muss. 

Ich fange jetzt auch gar nicht damit an, dass zum Beispiel ein Werkzeug für das Festhalten an Wänden uns beim Tastendruck mal kurz zur entsprechenden Stelle teleportieren kann – aber auch nur manchmal. Das ist jedoch nicht so schlimm, da die Elemente zum Festhalten eigentlich fast immer nur auf den zweiten oder dritten Blick zu erkennen sind. Schau dir die beiden Screenshots an: Erkennst du sie? 

Und auch hier wieder: Das Visuelle stört. Das Spiel kommuniziert dir nicht klar, wann du was tun musst. Auch hier sehe ich in der Inszenierung und der schlechten Levellesbarkeit das Problem. Mit den richtigen Reflexen sollte es theoretisch möglich sein, bestimmte Sequenzen auch beim ersten Mal zu schaffen. REPLACED besticht hier leider nur durch Trial and Error. 

Eine Parcours-Sequenz mit einer Drohne im letzten Drittel ist ein Beispiel hierfür. Beginnend mit einem wunderschönen Kameraschwenk, der für mich das Highlight des Spiels war, landen wir in einer Verfolgungsjagd, die keinen Fehler erlaubt. Nicht einen. Ein Fehler – sei es nur, weil nach einem Retry der Stick nicht schon nach rechts zeigt, um bereits laufend zu beginnen – und ich konnte „Start -> Checkpoint neustarten“ drücken. Einmal zu viel an einer Stange geschwungen und eine Sekunde verschwendet? Checkpoint neu laden. Manche andere Sequenzen setzen den Checkpoint zudem vor einer Zwischensequenz. 

Und ich rede hier nicht von Überraschungselementen, wie sie 2D-Spiele wie Limbo bieten. Das Problem sind die Steuerung und schlecht lesbare Level. Dies macht dann auch wunderschöne, cineastische Momente direkt kaputt. 

Noch ein Beispiel? Erkennt ihr hier, wo ihr euch festhalten müsst? Selbst mit hochgedrehter Helligkeit hatte ich hier starke Probleme. 

Nicht nur, dass diese Vierecke hart zu erkennen sind; sie sind auch keine festen Blöcke. Der größte Teil des Elements ist nur Hintergrund, und du kannst dich perfekt davor herbewegen. Das weißt du aber nicht, wirst vermutlich abstürzen und kannst den Kletterabschnitt von vorne beginnen. Danke. 

Ein Kampfsystem wie ein nasser Schwamm
REPLACED hat ein Free-Flow-Kampfsystem. Die Vergleiche zur Batman Arkham-Serie sind passend – wirken in der Umsetzung aber eher so, als hätten die Entwickler nicht verstanden, was das Kampfsystem in den Inspirationen gut gemacht hat. 

Ein Beispiel: Konter haben ein Zeitfenster, das so kurz ist, dass es weniger ein Reaktionsspiel als ein Glücksspiel ist. In Spielen wie Batman oder Mad Max habe ich auch nicht jeden Konter gepackt, aber die Konter, die ich in REPLACED geschafft habe, kann ich an einer Hand abzählen. Dass ein erfolgreicher Block ohnehin kaum Vorteile bringt und der Hechtsprung grundsätzlich die bessere Wahl ist, ist wohl auch der Grund dafür, dass unblockbare Angriffe generell der Standard sind. 

Und dann kommt noch ein weiteres Problem: Verschiedene Gegnertypen erfordern verschiedene Strategien. Manche brauchen schwere Schläge, manche Konter, Geschossen muss ausgewichen oder sie müssen reflektiert werden. Aber eigentlich immer alles gleichzeitig. Angefangene Animationen werden allerdings nicht abgebrochen; oft entscheidet nur, ob ich oder der Gegner zuerst angegriffen haben. Und da es nur zwei Dimensionen gibt, schieben sich dann auch einfach andere Gegner vor den eigentlich anvisierten, und der Angriff schlägt wahrscheinlich fehl. Es ist träge. 

Die UI hilft nicht dabei: An einer Stelle ist die generelle Levelfarbe eher rötlich; in diesen Momenten ist das ganze Interface einfach nicht mehr lesbar. Lebensbalken, Angriffssymbole etc. Dies kann keine Designentscheidung sein – es gibt andere Levelsegmente mit begrenztem Licht, die bewusst mit Licht und Schatten spielen –, sondern ein Oversight in der Produktion.
Dann gilt es, die Gadgets, Fähigkeiten und Anzeigen zu sortieren, die du im Late-Game gleichzeitig verwalten musst – aufgeteilt auf Tasten, die mir alles andere als logisch erschienen. Ich habe erst im Late-Game verstanden, wie ein essentielles Gameplay-Feature funktioniert. 

All diese Punkte sorgen dafür, dass der Schwierigkeitsgrad mit wachsenden Fähigkeiten und Gegnertypen schnell von einem Spaziergang zu „masochistisch schwer“ wechselt.

Und falls ihr euch fragt, wie oft man Kampfsequenzen damit beginnen kann, dass die Figur durch einen Lüftungsschacht fällt: Dies passiert im Spiel eigentlich am laufenden Band. Man kann fast davon ausgehen, dass ich, sobald ich in einem Lüftungsschacht bin, gleich in einen Raum stürze. 

Ein Spiel, das sich selbst im Weg steht
Als ich REPLACED gestartet habe, dachte ich, dass wir es mit einem Spiel mit toller Grafik und einem Gameplay ähnlich wie Limbo zu tun haben, mit gelegentlichen Kämpfen. Das beschreibt es auch – aber nur bis circa Kapitel 3. 

Dann startet die Identitätskrise. Es beginnt mit klarer Richtung – dann landest du im Bahnhof, einem Hub, der immer wieder besucht wird, um die Story voranzutreiben, und der kleine Sidequests liefert. Diese Nebenaufgaben bestehen aus dem Laufen von A nach B nach C. „Spannend“.
Beispielsweise die Retro-Arcade-Minigames: Als Idee ganz okay, aber sie rechtfertigen nicht, dass der Spieler mehr oder weniger gezwungen wird, sie zu absolvieren. Warum? Neben der Exposition gibt es auch Upgrades und Belohnungen, die zwar optional sind, aber eigentlich unerlässlich, um das Spiel irgendwie zu überstehen.

Und wofür? Ich vermute, um die Spielzeit zu strecken. Ohne den Bahnhof wäre die Spielzeit gefühlt um ein Drittel kürzer – was an sich auch nicht schlimm gewesen wäre. 

Und noch ein Punkt: Es gibt immer wieder Abschnitte, in denen sich R.E.A.C.H. auf zwei Tiefenebenen bewegen kann. Das ist im ersten Moment cool, wird dann aber eigentlich kaum genutzt. Das Spiel weiß nicht einmal eine Tiefenebene richtig auszunutzen; die zweite sorgt hier eigentlich fast immer nur dafür, dass ich mehr in derselben Kulisse herumlaufe, nur um gelegentlich mal einen Fetzen Lore zu finden. 

Kommen wir zur Story
Die Story hat starke Anfänge und ein interessantes AI-Protagonist-Dilemma – R.E.A.C.H. ist ein „Fish-out-of-Water“, eine kalte KI, die durch Leid menschliche Emotionen entwickelt, je mehr sie in der Welt agiert, in der sie lebt. Nicht sonderlich fesselnd, aber solide. Aber das Spiel hält einen nie genug an, um sich darauf einzulassen. Überall liegen Dokumente, die mehr über die Spielwelt verraten. Quasi das Gegenteil von Show, don't tell. 

Da wir imstande sind, eine Pistole zu bedienen, macht uns das dann auch gleich irgendwie zum Auserwählten. That's it. Eine 08/15-Knarre, die wir einer Wache abgenommen haben, kann scheinbar das ganze dystopische System stürzen.

Und dann kommt es mir an einigen Stellen so vor, als würden wahllose Storystränge herausgeschnitten, ohne für Übergänge zu sorgen. Menschen werden erwähnt, die wir nie getroffen haben, Figuren verhalten sich ohne Erklärung komplett anders, es passieren Dinge, die zeitlich gar nicht möglich sind, und dazu kommen schlecht zu interpretierende Zeitsprünge. 

Das schönste Spiel, das sich schlecht spielt
REPLACED ist ein Spiel, das mehr werden wollte, als es ist. Acht Jahre Entwicklungszeit – und das Ergebnis ist ein Spiel, das aussieht wie ein moderner Klassiker und sich anfühlt wie ein Prototyp.

Ein Spiel, das man spielen kann, aber nicht unbedingt sollte.

Vielleicht liest man es anhand der Länge dieses eigentlich nur als kurzen Post geplanten Artikels: Ich wollte es lieben. Und am Ende war ich etwas traurig und wütend. Die cinematischen Momente sind großartig. Aber der Effekt nutzt sich ab. Und dann siehst du die Ecken und Kanten, die so spitz sind, dass du dich ständig daran schneidest.

"Replaced is good, but it can't quite Reach true greatness."

Aktuell würde ich eher empfehlen, ein Highlights-Video auf YouTube oder Twitch anzuschauen, als das Spiel selbst zu spielen. Oder man wartet und hofft darauf, dass der Entwickler noch einmal Hand anlegt. 

Steam 
Metacritic 
OpenCritic]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><em>REPLACED</em> beginnt wie ein Versprechen. Ein typischer 2D-Sidescroller-Plattformer mit Pixelgrafik. Wir befinden uns in einer Verfolgungsjagd; auf der Straße im Hintergrund hält ein Fahrzeug an. Es schießt auf uns. Ein Harpunenprojektil verfehlt uns knapp und trifft den Boden im Vordergrund. Die Kamera fährt raus und runter, sie verlässt ihre starre 2D-Perspektive und zeigt uns das Geschoss im Boden. Der Hintergrund wird unscharf, in Pfützen spiegelt sich das Sonnenlicht, die Musik dröhnt. Es ist ein Moment – der Moment, in dem auch der letzte Spieler merkt, dass es sich nicht um eine typische 2D-Erfahrung handelt. Wow. </p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1777726814/replace_harpoon_e613281136.jpg" alt="Ein toller Anfang!" title="Ein Harpungeschoss hat uns nur knapp verfehlt"></p>
<p>Es ist einer der besten Momente, die ein Spiel im Jahr 2026 bieten kann. Die Pixel-Art-Welt von <em>Sad Cat Studios</em> sieht aus, als hätte jemand die Engine von <em>Flashback</em> genommen und in eine Zeitmaschine gesteckt. Retro-Ästhetik trifft auf modernes Licht: Cyberpunk-80s mit Neon und Smog. Die cinematische 2.5D-Präsentation macht aus einem Side-Scroller etwas, das sich wie ein Film anfühlt. Nein, es ist nicht das erste Spiel, das die Dimensionen miteinander verbindet – mir fällt da zum Beispiel das grandiose <em>Inside</em> ein –, aber bisher hat es keins so gut inszeniert wie <em>REPLACED</em>. </p>
<p>Und dann ... dann fängst du an zu spielen.</p>
<!--more-->

<h2>Blendend! Nur nicht im Gameplay.</h2>
<p>Die Grafik steht <em>REPLACED</em> im Weg. Nicht metaphorisch – buchstäblich. Levelgegenstände und Wege verschwinden im Hintergrund. Abgründe sehen aus wie Wege, Wege sehen aus wie Abgründe. Du stellst die Helligkeit hoch, um Objekte zu erkennen, mit denen du interagieren musst. Dann stellst du sie wieder runter, weil es einfach besser aussieht. Und dann stirbst du trotzdem, weil du nicht sehen konntest, dass der Punkt, an dem du stehen musst, fünf Pixel weiter rechts war.</p>
<p>Das ist frustrierend. Egal wie gut etwas aussieht – wenn du es nicht <strong>lesen</strong> kannst, ist es kaputt.</p>
<h2>Pixel-perfekt und furchtbar</h2>
<p>Plattform-Passagen in <em>REPLACED</em> erfordern pixelgenaue Präzision. An manchen Stellen muss der Sprung exakt getimt sein, und das Spiel verschweigt dir, dass du „Springen“ hättest drücken sollen. <strong>Input-Lag</strong> tut sein Übriges. Du fällst zum fünften Mal über den gleichen Stahlträger, obwohl du weißt, dass er da ist, und obwohl du rechtzeitig drückst – leider nicht so rechtzeitig, dass das Spiel es für den richtigen Moment hält. </p>
<p>Nicht falsch verstehen: Ich habe gerade ein langes Durchspielen von <em>Red Dead Redemption 2</em> hinter mir, ein Spiel, das seine Trägheit zelebriert. Die Hauptfigur hört nicht einfach auf zu laufen; ein älterer Cowboy um die 40 läuft langsam aus. Es passt, es erzeugt Atmosphäre ... und manchmal ist es etwas zu viel. Aber an keiner Stelle hätte man hier erwartet, dass <em>Arthur Morgan</em> millisekundengenaue Parkour-Plattform-Abschnitte absolvieren muss. </p>
<p>Ich fange jetzt auch gar nicht damit an, dass zum Beispiel ein Werkzeug für das Festhalten an Wänden uns beim Tastendruck mal kurz zur entsprechenden Stelle teleportieren kann – aber auch nur manchmal. Das ist jedoch nicht so schlimm, da die Elemente zum Festhalten eigentlich fast immer nur auf den zweiten oder dritten Blick zu erkennen sind. Schau dir die beiden Screenshots an: Erkennst du sie? </p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1777726814/replaced_another_wall_73b5ee199c.jpg" alt="replaced-another-wall.jpeg"><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1777726814/replaced_winter_wall_92cfbd004e.jpg" alt="replaced-winter-wall.jpeg"></p>
<p>Und auch hier wieder: Das Visuelle stört. Das Spiel kommuniziert dir nicht klar, wann du was tun musst. Auch hier sehe ich in der Inszenierung und der schlechten <strong>Levellesbarkeit</strong> das Problem. Mit den richtigen Reflexen sollte es theoretisch möglich sein, bestimmte Sequenzen auch beim ersten Mal zu schaffen. <em>REPLACED</em> besticht hier leider nur durch <strong>Trial and Error</strong>. </p>
<p>Eine Parcours-Sequenz mit einer Drohne im letzten Drittel ist ein Beispiel hierfür. Beginnend mit einem wunderschönen Kameraschwenk, der für mich das Highlight des Spiels war, landen wir in einer Verfolgungsjagd, die keinen Fehler erlaubt. Nicht einen. Ein Fehler – sei es nur, weil nach einem Retry der Stick nicht schon nach rechts zeigt, um bereits laufend zu beginnen – und ich konnte „Start -&gt; Checkpoint neustarten“ drücken. Einmal zu viel an einer Stange geschwungen und eine Sekunde verschwendet? Checkpoint neu laden. Manche andere Sequenzen setzen den Checkpoint zudem vor einer Zwischensequenz. </p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1777726815/replaced_scenic_732eaa1f2a.jpg" alt="Eine tolle Szene gefolgt von schlimmen Gameplay"></p>
<p>Und ich rede hier nicht von Überraschungselementen, wie sie 2D-Spiele wie <em>Limbo</em> bieten. Das Problem sind die Steuerung und schlecht lesbare Level. Dies macht dann auch wunderschöne, cineastische Momente direkt kaputt. </p>
<p>Noch ein Beispiel? Erkennt ihr hier, wo ihr euch festhalten müsst? Selbst mit hochgedrehter Helligkeit hatte ich hier starke Probleme. </p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1777726814/replaced_toodark_3424337168.jpg" alt="replaced-toodark.jpeg"><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1777727611/photo_2026_05_02_14_57_52_908c2cca9b.jpg" alt="photo_2026-05-02 14.57.52.jpg"></p>
<p>Nicht nur, dass diese Vierecke hart zu erkennen sind; sie sind auch keine festen Blöcke. Der größte Teil des Elements ist nur Hintergrund, und du kannst dich perfekt davor herbewegen. Das weißt du aber nicht, wirst vermutlich abstürzen und kannst den Kletterabschnitt von vorne beginnen. Danke.  </p>
<hr>
<h2>Ein Kampfsystem wie ein nasser Schwamm</h2>
<p><em>REPLACED</em> hat ein <strong>Free-Flow-Kampfsystem</strong>. Die Vergleiche zur <em>Batman Arkham</em>-Serie sind passend – wirken in der Umsetzung aber eher so, als hätten die Entwickler nicht verstanden, was das Kampfsystem in den Inspirationen gut gemacht hat. </p>
<p>Ein Beispiel: Konter haben ein Zeitfenster, das so kurz ist, dass es weniger ein Reaktionsspiel als ein Glücksspiel ist. In Spielen wie <em>Batman</em> oder <em>Mad Max</em> habe ich auch nicht jeden Konter gepackt, aber die Konter, die ich in <em>REPLACED</em> geschafft habe, kann ich an einer Hand abzählen. Dass ein erfolgreicher Block ohnehin kaum Vorteile bringt und der Hechtsprung grundsätzlich die bessere Wahl ist, ist wohl auch der Grund dafür, dass unblockbare Angriffe generell der Standard sind. </p>
<p>Und dann kommt noch ein weiteres Problem: Verschiedene Gegnertypen erfordern verschiedene Strategien. Manche brauchen schwere Schläge, manche Konter, Geschossen muss ausgewichen oder sie müssen reflektiert werden. Aber eigentlich immer alles gleichzeitig. Angefangene Animationen werden allerdings nicht abgebrochen; oft entscheidet nur, ob ich oder der Gegner zuerst angegriffen haben. Und da es nur zwei Dimensionen gibt, schieben sich dann auch einfach andere Gegner vor den eigentlich anvisierten, und der Angriff schlägt wahrscheinlich fehl. Es ist träge. </p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1777726815/replaced_red_perspective_27625ad380.jpg" alt="replaced-red-perspective.jpeg"></p>
<p>Die UI hilft nicht dabei: An einer Stelle ist die generelle Levelfarbe eher rötlich; in diesen Momenten ist das ganze Interface einfach nicht mehr lesbar. Lebensbalken, Angriffssymbole etc. Dies kann keine Designentscheidung sein – es gibt andere Levelsegmente mit begrenztem Licht, die bewusst mit Licht und Schatten spielen –, sondern ein <strong>Oversight</strong> in der Produktion.<br>Dann gilt es, die Gadgets, Fähigkeiten und Anzeigen zu sortieren, die du im Late-Game gleichzeitig verwalten musst – aufgeteilt auf Tasten, die mir alles andere als logisch erschienen. Ich habe erst im Late-Game verstanden, wie ein essentielles Gameplay-Feature funktioniert. </p>
<p>All diese Punkte sorgen dafür, dass der Schwierigkeitsgrad mit wachsenden Fähigkeiten und Gegnertypen schnell von einem Spaziergang zu „masochistisch schwer“ wechselt.</p>
<p>Und falls ihr euch fragt, wie oft man Kampfsequenzen damit beginnen kann, dass die Figur durch einen Lüftungsschacht fällt: Dies passiert im Spiel eigentlich am laufenden Band. Man kann fast davon ausgehen, dass ich, sobald ich in einem Lüftungsschacht bin, gleich in einen Raum stürze. </p>
<hr>
<h2>Ein Spiel, das sich selbst im Weg steht</h2>
<p>Als ich <em>REPLACED</em> gestartet habe, dachte ich, dass wir es mit einem Spiel mit toller Grafik und einem Gameplay ähnlich wie <em>Limbo</em> zu tun haben, mit gelegentlichen Kämpfen. Das beschreibt es auch – aber nur bis circa Kapitel 3. </p>
<p>Dann startet die <strong>Identitätskrise</strong>. Es beginnt mit klarer Richtung – dann landest du im Bahnhof, einem Hub, der immer wieder besucht wird, um die Story voranzutreiben, und der kleine Sidequests liefert. Diese Nebenaufgaben bestehen aus dem Laufen von A nach B nach C. „Spannend“.<br>Beispielsweise die Retro-Arcade-Minigames: Als Idee ganz okay, aber sie rechtfertigen nicht, dass der Spieler mehr oder weniger gezwungen wird, sie zu absolvieren. Warum? Neben der Exposition gibt es auch Upgrades und Belohnungen, die zwar optional sind, aber eigentlich unerlässlich, um das Spiel irgendwie zu überstehen.</p>
<p>Und wofür? Ich vermute, um die Spielzeit zu strecken. Ohne den Bahnhof wäre die Spielzeit gefühlt um ein Drittel kürzer – was an sich auch nicht schlimm gewesen wäre. </p>
<p>Und noch ein Punkt: Es gibt immer wieder Abschnitte, in denen sich <em>R.E.A.C.H.</em> auf zwei Tiefenebenen bewegen kann. Das ist im ersten Moment cool, wird dann aber eigentlich kaum genutzt. Das Spiel weiß nicht einmal eine Tiefenebene richtig auszunutzen; die zweite sorgt hier eigentlich fast immer nur dafür, dass ich mehr in derselben Kulisse herumlaufe, nur um gelegentlich mal einen Fetzen Lore zu finden. </p>
<h2>Kommen wir zur Story</h2>
<p>Die Story hat starke Anfänge und ein interessantes AI-Protagonist-Dilemma – <em>R.E.A.C.H.</em> ist ein „Fish-out-of-Water“, eine kalte KI, die durch Leid menschliche Emotionen entwickelt, je mehr sie in der Welt agiert, in der sie lebt. Nicht sonderlich fesselnd, aber solide. Aber das Spiel hält einen nie genug an, um sich darauf einzulassen. Überall liegen Dokumente, die mehr über die Spielwelt verraten. Quasi das Gegenteil von <strong>Show, don&#39;t tell</strong>. </p>
<p>Da wir imstande sind, eine Pistole zu bedienen, macht uns das dann auch gleich irgendwie zum Auserwählten. That&#39;s it. Eine 08/15-Knarre, die wir einer Wache abgenommen haben, kann scheinbar das ganze dystopische System stürzen.</p>
<p>Und dann kommt es mir an einigen Stellen so vor, als würden wahllose Storystränge herausgeschnitten, ohne für Übergänge zu sorgen. Menschen werden erwähnt, die wir nie getroffen haben, Figuren verhalten sich ohne Erklärung komplett anders, es passieren Dinge, die zeitlich gar nicht möglich sind, und dazu kommen schlecht zu interpretierende Zeitsprünge. </p>
<hr>
<h2>Das schönste Spiel, das sich schlecht spielt</h2>
<p><em>REPLACED</em> ist ein Spiel, das mehr werden wollte, als es ist. Acht Jahre Entwicklungszeit – und das Ergebnis ist ein Spiel, das aussieht wie ein moderner Klassiker und sich anfühlt wie ein Prototyp.</p>
<p>Ein Spiel, das man spielen <em>kann</em>, aber nicht unbedingt <em>sollte</em>.</p>
<p>Vielleicht liest man es anhand der Länge dieses eigentlich nur als kurzen Post geplanten Artikels: <strong>Ich wollte es lieben</strong>. Und am Ende war ich etwas traurig und wütend. Die cinematischen Momente sind großartig. Aber der Effekt nutzt sich ab. Und dann siehst du die Ecken und Kanten, die so spitz sind, dass du dich ständig daran schneidest.</p>
<blockquote>
<p><em>&quot;Replaced is good, but it can&#39;t quite <strong>Reach</strong> true greatness.&quot;</em></p>
</blockquote>
<p>Aktuell würde ich eher empfehlen, ein Highlights-Video auf YouTube oder Twitch anzuschauen, als das Spiel selbst zu spielen. Oder man wartet und hofft darauf, dass der Entwickler noch einmal Hand anlegt. </p>
<hr>
<ul>
<li><a href="https://store.steampowered.com/app/1663850/REPLACED/">Steam</a> </li>
<li><a href="https://www.metacritic.com/game/replaced/">Metacritic</a> </li>
<li><a href="https://opencritic.com/game/20225/replaced">OpenCritic</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Ich habe meine Casio etwas smarter gemacht]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/casio-f91w-a158-ollee-watch-smartwatch-review</link>
            <guid>casio-f91w-a158-ollee-watch-smartwatch-review</guid>
            <pubDate>Sat, 11 Apr 2026 22:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Aber nur ein ganz klein wenig. 
Wer meinen kleinen Sideblog verfolgt (was natürlich jeder sollte – mehr dazu an dieser Stelle), weiß wahrscheinlich schon, dass ich mir vor einiger Zeit ein Ollee Watch Kit geordert habe. 

Nun ist sie vor ein paar Tagen angekommen ^[Bestellung bis Versand: 3 Wochen Wartezeit, Versand von Kanada nach Deutschland ca. eine Woche] und 20 Minuten Schraubarbeit später war ich auch bereits durch mit dem Thema. 

Hier eine Kurzreview Review ^[Ist jetzt doch etwas länger geworden]:

Der Umbau selber war wirklich kinderleicht: aufschrauben, Originaluhr raus, neue Ollee Watch rein. Fertig. 

Die Casio F91W bzw. die Casio A158 (der einzige Unterschied ist das Material des Armbands – siehe hier) hat folgende Funktionen:

Uhrzeit (duh?!)
Alarm
Stoppuhr
Die weltschlechteste Hintergrundbeleuchtung aller Zeiten.

Mehr sollte man bei einem Retailpreis von ca. 17 Dollar nicht erwarten ^[und reicht dennoch aus, um die meistverkaufte Uhr weltweit zu sein]. 

Ollee Watch bohrt es nun enorm auf. 

Ganz schön viele Versprechen, hier mal meine Beobachtungen nach ca. 5 Tagen Nutzung:

Faces and Apps
Clock: Die Uhrzeit kann sich mit der mitgelieferten App syncen. Aber auch wenn es auf einer Vanilla-Casio etwas fummelig ist, ist dies eine Aufgabe, die man einmal initial macht und dann zweimal im Jahr zur Sommer-/Winterzeit. 

Alarm: Ich kann den Alarm jetzt zusätzlich über die App stellen. Dort kann ich zusätzlich auch Wochentage aussuchen, Klingeltöne setzen ^[Späte 90er Jamba-Sparabo-Vibes an dieser Stelle, ich sehe mich allerdings nicht, jemals etwas anderes als die Indiana Jones Titelmusik zu wählen], und ... es gibt eine Snooze-Funktion! Bonuspunkte dafür! Nachteil: Trotzdem bin ich weiterhin auf nur einen Alarm beschränkt. Schade. Ohne App bleibt es einfach die gleiche Alarmfunktion wie vorher. 

Stopwatch: Ohne App erstmal die gleiche Funktion wie die Vanilla-Stopwatch. Mit der App kann ich Zeiten loggen und in dieser speichern.

WorldTime: Ich kann mir die Zeit einer (!) anderen Zeitzone anzeigen lassen, konfigurierbar über die App. Ich habe keinen Use-Case für diese Funktion, weswegen ich sie direkt deaktiviert habe. Kann mir aber vorstellen, dass es für die eine oder andere Person bestimmt anders ist. 

Timer: Ein Standardtimer. Ich kann direkt einen setzen, die Zeit zählt runter, ein Alarmton ertönt ^[Keine Ahnung, was man hier anders erwarten sollte, tbh] oder aber in der App mehrere Intervalle setzen und als Presets speichern und dann auf der App zwischen diesen wechseln. Ab einer gewissen Menge an Zeiten wird es unübersichtlich, aber für einen Standard-Pomodoro-Workflow ist es sehr praktisch, da es auch einen Intervall-Modus gibt, d.h. ich kann z.B. zwischen 25m Arbeiten und 5m Pause wechseln, wenn der jeweilige Timer vorbei ist. 

Sunrise/Sunset: Zeigt Sonnenaufgang und -untergang basierend auf dem Standort an, den man über die App setzt. Fand ich erstmal ganz praktisch, da es tatsächlich etwas ist, was ich oft schnell google. 

Step Counter: Der eingebaute Motionsensor zählt die Schritte. Ich habe parallel einen Amazfit Helio Strap am anderen Arm und habe die Zahlen verglichen und sehe signifikante Unterschiede. Während die Amazfit z.B. 6.000 Schritte anzeigt, zeigt mir Ollee nur 4.000 an. Ich beobachte es noch ein bisschen, aber es scheint für mich erstmal unbrauchbar zu sein und wird ggf. deaktiviert. 

Temperatur: Die Uhr kann die Temperatur anzeigen. Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus Haut- und Außentemperatur – als einen Wert. Also ich habe keine Ahnung, für wen dies irgendwie ein Mehrwert ist, und habe es direkt deaktiviert.

Counter: Kennt ihr noch diese kleinen Handzähler? Das ist dasselbe. Knopfdruck, Number goes up. Status und Uhrzeit können in der App geloggt werden. Ich weiß noch nicht, was ich damit zählen wollen würde, sehe es aber als eines der spannenderen Features an. 

Heart Rate: Nein, die Uhr kann nicht wirklich den Puls messen. Es funktioniert eher so, dass ich in der Uhr den Messvorgang starte, dann den Puls selber mit meinen Fingern zähle, bis eine gewisse Zahl erreicht ist, und dann stoppe. Nette Idee. Zum Starten und Beenden der Messung kann man die integrierte Motionfunktion nutzen und würde es auch empfehlen, da sonst andauernd ein Finger auf einer Taste gedrückt bleiben muss und ich habe noch keinen Weg gefunden, wie ich das machen UND gleichzeitig noch den Puls messen soll. Ich frage mich auch, wie so eine schlechte Interaktion es überhaupt in ein Endprodukt schaffen konnte. Ein einfaches Starten/Stoppen, wie bei einem Timer, wäre hier doch viel logischer. Ich hoffe hier auf ein Update, da ich es eigentlich ganz praktisch finde. 

Die Messung kann übrigens auch in Apple Health und Google Health Connect importiert werden! 

Flashlight: Dies ist eine Funktion, die einfach da war und jetzt als Feature verkauft wird. Ich habe es direkt deaktiviert. Auch wenn die Ollee Watch eine viel bessere LED als die Vanilla-Casio hat, kann sie selbst auf maximaler Helligkeit nicht ansatzweise als „Taschenlampe“ dienen. Deaktiviert.

Spiele: Pong, Blackjack, Poker – cool, dass es das gibt, aber eher ein Gimmick oder Proof of Concept. Das Casio-Display ist einfach für so etwas nicht gemacht, und ich habe sie dementsprechend direkt deaktiviert. 

Neben diesen Funktionen gibt es noch ein paar weitere Verbesserungen:

Klingeltöne! 
Ein verbessertes Licht! 
Ich kann auf Knopfdruck Wörter auf der Uhr anzeigen, um meine Freunde zu beeindrucken... oder so.

Ok, zugegeben, das neue Backlight ist großartig. Nicht nur, dass ich es auf verschiedene Helligkeitsstufen einstellen kann, ich kann auch die Farbe anpassen. Das ist cool und wirklich eine echte Verbesserung zum eher symbolischen Casio-Vanilla-Backlight.
Allerdings kann ich dies auch mit einem Stück Alufolie umsonst hinbekommen. 

Die App
Auch wenn die Ollee Watch an sich auch ohne App funktioniert, ist sie offensichtlich schon notwendig, um viele Advanced Features zu nutzen. Smartphone-Aussteiger sollten also von einer Investition absehen. 

Die App selber ist aber funktional und übersichtlich. Ich kann viele Features dort direkt konfigurieren oder sogar ausstellen. Die eingebaute Hilfe ist offline verfügbar, und ohne diese hätte ich einige Funktionen wie z.B. den Intervall-Timer nie gefunden. 

Nur einmal hatte ich Probleme, mich mit der Uhr zu verbinden; laut Fehlermeldung schien dies aber eher ein Problem im Backend von Ollee Watch zu sein. 

Was ich nicht verstehe: Ich kann einen Ollee Watch-Account erstellen, aber ob ich einen habe oder nicht, scheint ziemlich egal zu sein. An keiner Stelle konnte ich herausfinden, wofür ich diesen überhaupt brauche. 

Image Sources: https://olleewatch.com

War die Ollee Watch eine gute Investition?
Ich sage es mal so: Ich war neugierig, hatte aber auch eine recht geringe Erwartungshaltung. Und mit dem Wissen, was ich jetzt habe, würde ich aktuell nicht nochmal einen Kauf wagen. 

Viele Funktionen sind uninteressant oder im schlimmsten Fall einfach nutzlos. Das einzige Feature, was wirklich Mehrwert hat, ist das verbesserte Backlight. 

Kurz: Meine Casio ist jetzt eine Gimmick-Uhr. Mehr nicht. Auch wenn Funktionen wie Timer, Sunset und Stepcounter irgendwie cool sind, habe ich im Endeffekt dafür 10 Jahre gegen 10 Monate Batterielaufzeit eingetauscht. Ein besseres Licht rechtfertigt aus meiner Sicht keinen 50-Euro-Aufpreis bei einer 20-Euro-teuren Uhr. 

Gleichzeitig sehe ich aber viel Potenzial für mehr, und in Anbetracht der Tatsache, dass hinter Ollee Watch aktuell nur ein Entwickler sitzt, glaube ich, dass da in Zukunft noch viele neue Dinge und Verbesserungen kommen könnten. Ich bin gespannt.

Update 12.04.26: Ich habe mir dann auch mal den Ollee Watch Blog angeschaut und in der Tat gibt es eine Roadmap! Und auch ein Multi-Alarm scheint in Arbeit zu sein!]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1776009427/ollee_watch_ce7a816afc.png" alt="ollee-watch.png"></p>
<p>Wer meinen <a href="https://opentabs.flore.nz">kleinen Sideblog</a> verfolgt (was natürlich jeder sollte – mehr dazu <a href="https://www.flore.nz/blog/open-tabs-linkblog-raindrop-io-api/">an dieser Stelle</a>), weiß wahrscheinlich schon, dass ich mir vor einiger Zeit ein <a href="https://opentabs.flore.nz/raindrops/1631924048"><em>Ollee Watch Kit</em></a> geordert habe. </p>
<p>Nun ist sie vor ein paar Tagen angekommen ^[Bestellung bis Versand: 3 Wochen Wartezeit, Versand von Kanada nach Deutschland ca. eine Woche] und 20 Minuten Schraubarbeit später war ich auch bereits durch mit dem Thema. </p>
<p>Hier eine <del>Kurzreview</del> Review ^[Ist jetzt doch etwas länger geworden]:</p>
<!--more-->


<p>Der Umbau selber war wirklich kinderleicht: <em>aufschrauben, Originaluhr raus, neue Ollee Watch rein</em>. Fertig. </p>
<p>Die <em>Casio F91W</em> bzw. die <em>Casio A158</em> (der einzige Unterschied ist das Material des Armbands – siehe <a href="https://opentabs.flore.nz/raindrops/1641909699">hier</a>) hat folgende Funktionen:</p>
<ul>
<li>Uhrzeit (<em>duh?!</em>)</li>
<li>Alarm</li>
<li>Stoppuhr</li>
<li>Die weltschlechteste Hintergrundbeleuchtung aller Zeiten.</li>
</ul>
<p>Mehr sollte man bei einem Retailpreis von ca. 17 Dollar nicht erwarten ^[und reicht dennoch aus, um die meistverkaufte Uhr weltweit zu sein]. </p>
<p><em>Ollee Watch</em> bohrt es nun enorm auf. </p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1776005259/olleewatch_features_and_specs_78ac4e8583.jpg" alt="Screenshot: Features and Specs Ollee Watch"></p>
<p>Ganz schön viele Versprechen, hier mal meine Beobachtungen nach ca. 5 Tagen Nutzung:</p>
<h3>Faces and Apps</h3>
<p><strong>Clock</strong>: Die Uhrzeit kann sich mit der mitgelieferten App syncen. Aber auch wenn es auf einer Vanilla-<em>Casio</em> etwas fummelig ist, ist dies eine Aufgabe, die man einmal initial macht und dann zweimal im Jahr zur Sommer-/Winterzeit. </p>
<p><strong>Alarm</strong>: Ich kann den Alarm jetzt zusätzlich über die App stellen. Dort kann ich zusätzlich auch <strong>Wochentage</strong> aussuchen, <strong>Klingeltöne</strong> setzen ^[Späte 90er Jamba-Sparabo-Vibes an dieser Stelle, ich sehe mich allerdings nicht, jemals etwas anderes als die <em>Indiana Jones</em> Titelmusik zu wählen], und ... es gibt eine <strong>Snooze-Funktion</strong>! Bonuspunkte dafür! Nachteil: Trotzdem bin ich weiterhin auf nur einen Alarm beschränkt. Schade. Ohne App bleibt es einfach die gleiche Alarmfunktion wie vorher. </p>
<p><strong>Stopwatch</strong>: Ohne App erstmal die gleiche Funktion wie die Vanilla-Stopwatch. Mit der App kann ich Zeiten loggen und in dieser speichern.</p>
<p><strong>WorldTime</strong>: Ich kann mir die Zeit einer (!) anderen Zeitzone anzeigen lassen, konfigurierbar über die App. Ich habe keinen Use-Case für diese Funktion, weswegen ich sie direkt <strong>deaktiviert</strong> habe. Kann mir aber vorstellen, dass es für die eine oder andere Person bestimmt anders ist. </p>
<p><strong>Timer</strong>: Ein Standardtimer. Ich kann direkt einen setzen, die Zeit zählt runter, ein Alarmton ertönt ^[Keine Ahnung, was man hier anders erwarten sollte, tbh] oder aber in der App mehrere Intervalle setzen und als Presets speichern und dann auf der App zwischen diesen wechseln. Ab einer gewissen Menge an Zeiten wird es unübersichtlich, aber für einen Standard-Pomodoro-Workflow ist es sehr praktisch, da es auch einen Intervall-Modus gibt, d.h. ich kann z.B. zwischen 25m <em>Arbeiten</em> und 5m <em>Pause</em> wechseln, wenn der jeweilige Timer vorbei ist. </p>
<p><strong>Sunrise/Sunset</strong>: Zeigt Sonnenaufgang und -untergang basierend auf dem Standort an, den man über die App setzt. Fand ich erstmal ganz praktisch, da es tatsächlich etwas ist, was ich oft schnell google. </p>
<p><strong>Step Counter</strong>: Der eingebaute Motionsensor zählt die Schritte. Ich habe parallel einen <em>Amazfit Helio Strap</em> am anderen Arm und habe die Zahlen verglichen und sehe signifikante Unterschiede. Während die <em>Amazfit</em> z.B. 6.000 Schritte anzeigt, zeigt mir <em>Ollee</em> nur 4.000 an. Ich beobachte es noch ein bisschen, aber es scheint für mich erstmal unbrauchbar zu sein und wird <strong>ggf. deaktiviert</strong>. </p>
<p><strong>Temperatur</strong>: Die Uhr kann die Temperatur anzeigen. Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus Haut- und Außentemperatur – als einen Wert. Also ich habe keine Ahnung, für wen dies irgendwie ein Mehrwert ist, und habe es direkt <strong>deaktiviert</strong>.</p>
<p><strong>Counter</strong>: Kennt ihr noch diese kleinen Handzähler? Das ist dasselbe. Knopfdruck, <em>Number goes up</em>. Status und Uhrzeit können in der App geloggt werden. Ich weiß noch nicht, was ich damit zählen wollen würde, sehe es aber als eines der spannenderen Features an. </p>
<p><strong>Heart Rate</strong>: Nein, die Uhr kann nicht wirklich den Puls messen. Es funktioniert eher so, dass ich in der Uhr den Messvorgang starte, dann den Puls selber mit meinen Fingern zähle, bis eine gewisse Zahl erreicht ist, und dann stoppe. <strong>Nette Idee.</strong> Zum Starten und Beenden der Messung kann man die integrierte Motionfunktion nutzen und würde es auch empfehlen, da sonst andauernd ein Finger auf einer Taste gedrückt bleiben muss und ich habe noch keinen Weg gefunden, wie ich das machen UND gleichzeitig noch den Puls messen soll. Ich frage mich auch, wie so eine schlechte Interaktion es überhaupt in ein Endprodukt schaffen konnte. Ein einfaches Starten/Stoppen, wie bei einem Timer, wäre hier doch viel logischer. Ich hoffe hier auf ein Update, da ich es eigentlich ganz praktisch finde. </p>
<p>Die Messung kann übrigens auch in <em>Apple Health</em> und <em>Google Health Connect</em> importiert werden! </p>
<p><strong>Flashlight</strong>: Dies ist eine Funktion, die einfach da war und jetzt als Feature verkauft wird. Ich habe es direkt deaktiviert. Auch wenn die <em>Ollee Watch</em> eine viel bessere LED als die Vanilla-<em>Casio</em> hat, kann sie selbst auf maximaler Helligkeit nicht ansatzweise als „Taschenlampe“ dienen. <strong>Deaktiviert</strong>.</p>
<p><strong>Spiele</strong>: <em>Pong</em>, <em>Blackjack</em>, <em>Poker</em> – cool, dass es das gibt, aber eher ein Gimmick oder Proof of Concept. Das <em>Casio</em>-Display ist einfach für so etwas nicht gemacht, und ich habe sie dementsprechend direkt <strong>deaktiviert</strong>. </p>
<hr>
<p>Neben diesen Funktionen gibt es noch ein paar weitere Verbesserungen:</p>
<ul>
<li>Klingeltöne! </li>
<li>Ein verbessertes Licht! </li>
<li>Ich kann auf Knopfdruck Wörter auf der Uhr anzeigen, um meine Freunde zu beeindrucken... oder so.</li>
</ul>
<p>Ok, zugegeben, das neue Backlight ist großartig. Nicht nur, dass ich es auf verschiedene Helligkeitsstufen einstellen kann, ich kann auch die Farbe anpassen. Das ist cool und wirklich eine echte Verbesserung zum eher symbolischen <em>Casio</em>-Vanilla-Backlight.<br>Allerdings kann ich dies auch mit einem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=OwMF5hQ2nNk">Stück Alufolie umsonst hinbekommen</a>. </p>
<h3>Die App</h3>
<p>Auch wenn die <em>Ollee Watch</em> an sich auch ohne App funktioniert, ist sie offensichtlich schon notwendig, um viele Advanced Features zu nutzen. Smartphone-Aussteiger sollten also von einer Investition absehen. </p>
<p>Die App selber ist aber funktional und übersichtlich. Ich kann viele Features dort direkt konfigurieren oder sogar ausstellen. Die eingebaute Hilfe ist offline verfügbar, und ohne diese hätte ich einige Funktionen wie z.B. den Intervall-Timer nie gefunden. </p>
<p>Nur einmal hatte ich Probleme, mich mit der Uhr zu verbinden; laut Fehlermeldung schien dies aber eher ein Problem im Backend von <em>Ollee Watch</em> zu sein. </p>
<p>Was ich nicht verstehe: Ich kann einen <em>Ollee Watch</em>-Account erstellen, aber ob ich einen habe oder nicht, scheint ziemlich egal zu sein. An keiner Stelle konnte ich herausfinden, wofür ich diesen überhaupt brauche. </p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1776010106/blog3_banner_square_c41391483c.webp" alt="blog3-banner-square.webp"> <img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1776010076/SCR_20260412_pvle_ae10cb4f67.jpg" alt="SCR-20260412-pvle.jpeg"> <img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1776010076/SCR_20260412_pvxp_1623d4fcf4.jpg" alt="SCR-20260412-pvxp.jpeg"> <img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1776010076/SCR_20260412_pvhe_12a6722593.jpg" alt="SCR-20260412-pvhe.jpeg"></p>
<p><em>Image Sources</em>: <a href="https://olleewatch.com">https://olleewatch.com</a></p>
<h3>War die <em>Ollee Watch</em> eine gute Investition?</h3>
<p>Ich sage es mal so: Ich war neugierig, hatte aber auch eine recht geringe Erwartungshaltung. Und mit dem Wissen, was ich jetzt habe, würde ich aktuell nicht nochmal einen Kauf wagen. </p>
<p>Viele Funktionen sind uninteressant oder im schlimmsten Fall einfach nutzlos. Das einzige Feature, was wirklich Mehrwert hat, ist das verbesserte Backlight. </p>
<p>Kurz: <strong>Meine Casio ist jetzt eine Gimmick-Uhr</strong>. Mehr nicht. Auch wenn Funktionen wie Timer, Sunset und Stepcounter irgendwie cool sind, habe ich im Endeffekt dafür 10 Jahre gegen 10 Monate Batterielaufzeit eingetauscht. Ein besseres Licht <strong>rechtfertigt aus meiner Sicht keinen 50-Euro-Aufpreis bei einer 20-Euro-teuren Uhr</strong>. </p>
<p>Gleichzeitig sehe ich aber <strong>viel Potenzial</strong> für mehr, und in Anbetracht der Tatsache, dass hinter <em>Ollee Watch</em> aktuell nur ein Entwickler sitzt, glaube ich, dass da in Zukunft noch viele neue Dinge und Verbesserungen kommen könnten. Ich bin gespannt.</p>
<p><strong>Update 12.04.26:</strong> Ich habe mir dann auch mal den <em>Ollee Watch</em> Blog angeschaut und in der Tat gibt es eine <a href="https://www.olleewatch.com/blog/feature-roadmap-october-2025">Roadmap</a>! Und auch ein Multi-Alarm scheint <a href="https://www.olleewatch.com/blog/software-update-winter-2026">in Arbeit</a> zu sein!</p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[The Gate of the Feral Gods - Matt Dinniman]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/the-gate-of-the-feral-gods-matt-dinniman</link>
            <guid>the-gate-of-the-feral-gods-matt-dinniman</guid>
            <pubDate>Mon, 06 Apr 2026 22:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA["Caaaarl - that kills people!!!"
Nachdem ich das dritte Buch zugeschlagen habe, habe ich direkt das vierte Buch begonnen. Und es hat mir gleich um einiges besser gefallen: ein spannendes Setting, Plottwists und selbst die fiktive Hintergrundgeschichte – die im Buch eigentlich nur ein Vorwand für die Story ist – war packend. Nach dem eher durchwachsenen dritten Teil ist dies definitiv wieder ein Schritt in die richtige Richtung!

Gleichzeitig werde ich jetzt aber mit der Serie einen Gang herunterschalten. Eine Reihe Back-to-Back zu lesen, ist ein wenig anstrengend, zumal die Serie noch nicht einmal beendet ist.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1776003466/gate_of_the_feral_gods_dcc4_frontcover_3d7842220d.jpg" alt="Frontcover: The Gate of the Feral Gods by Matt Diniman - Book 4 of Dungeon Crawler Carl Series"></p>
<p>Nachdem ich das dritte Buch zugeschlagen habe, habe ich direkt das vierte Buch begonnen. Und es hat mir gleich um einiges besser gefallen: ein spannendes Setting, <strong>Plottwists</strong> und selbst die fiktive Hintergrundgeschichte – die im Buch eigentlich nur ein Vorwand für die Story ist – war packend. Nach dem eher durchwachsenen dritten Teil ist dies definitiv wieder ein Schritt in die richtige Richtung!</p>
<p>Gleichzeitig werde ich jetzt aber mit der Serie einen Gang herunterschalten. Eine Reihe <em>Back-to-Back</em> zu lesen, ist ein wenig anstrengend, zumal die Serie noch nicht einmal beendet ist.</p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[The Dungeon Anarchist's Cookbook - Matt Dinniman]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/the-dungeon-anarchist-s-cookbook-matt-dinniman</link>
            <guid>the-dungeon-anarchist-s-cookbook-matt-dinniman</guid>
            <pubDate>Fri, 20 Mar 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Kann das dritte Buch der Dungeon Crawler Carl Reihe mit meinen Erwartungen mithalten?
Der dritte Teil von Carls Reise durch die Dungeon World wirft uns ins vierte Level (von 16 ^[Immer noch sehr skeptisch, ob sich die Story wirklich so lange strecken lassen kann]) und in ein Labyrinth aus U-Bahnen namens "The Iron Tangle". 

Der Boxershorts tragende Anarchist Carl, eine isländische Knetfigurfrau Katia, seine sprechende Katze Princess Donut (inzwischen mit fescher Sonnenbrille) inkl. eigenem Velociraptor-Haustier namens Mongo müssen das Rätsel des Iron Tangle lösen, um... ach, ich versuche gar nicht erst, die Story zusammenzufassen. Es ist alles sehr wild und ohne Kenntnis der beiden vorherigen Teile ein großer Spoiler. 

Tatsächlich fand ich Anarchist’s Cookbook jetzt nur so mittelgut. Die größte Stärke des Settings ist, dass jedes Buch komplett anders sein kann; es wird sehr viel mit Szenarien experimentiert, und die Gefahr von Langeweile ist erst mal gering. Doch dies birgt auch die größte Gefahr: Sagen das Setting und die Prämisse einer Dungeon-Ebene nicht zu, ist das ganze Buch erst mal „meh“. Und das ist bei mir nun im U-Bahn-Labyrinth passiert. 

Die Welt ist so verwirrend, dass der Autor selbst in einem Vorwort direkt sagt, dass man gar nicht erst versuchen sollte, diese Welt zu verstehen – und ich bin mir nicht sicher, ob ich das anstrengend finde. Denn ohne diesen Spannungsbogen bewegen sich die Protagonisten nur von Szene zu Szene und gucken, was passiert. Die Auflösung am Ende fand ich dann auch etwas underwhelming. 

Zusätzlich hat sich Dinniman entschlossen, mittendrin eine der besten Figuren für eine Weile aus der Story zu entfernen – eine Figur, deren dramaturgische Aufgabe es ist, Hintergrundinfos sowohl an den Protagonisten als auch an den Leser zu vermitteln. Diese Ebene fehlt nun für einen großen Teil der Story. 

Aber – ich meckere hier immer noch auf hohem Niveau. Zwar ist es das für mich uninteressanteste Buch bisher, aber dennoch war es alles andere als unspannend. Zwischendurch gab es immer wieder sehr schöne Momente und Ideen, und Dinniman weiß gängige Tropes aus Literatur und Popkultur einzubinden. 

Es war halt nur einfach nicht so gut wie die vorherigen beiden Teile.

Funfact: Ich habe bei dem vorherigen Band das Sleeve nicht abgenommen, deswegen war ich umso überraschter dass das Hardcover noch diese kleine Überraschung bereit hält.... Cool!]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1776001855/photo_2026_04_12_15_50_22_da9c7c4c94.jpg" alt="photo_2026-04-12 15.50.22.jpeg"></p>
<p>Der dritte Teil von <em>Carls</em> Reise durch die <a href="https://www.flore.nz/series/dungeon-crawler-carl/"><em>Dungeon World</em></a> wirft uns ins vierte Level (von 16 ^[Immer noch sehr skeptisch, ob sich die Story wirklich so lange strecken lassen kann]) und in ein Labyrinth aus U-Bahnen namens <em>&quot;The Iron Tangle&quot;</em>. </p>
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<p>Der Boxershorts tragende <em>Anarchist</em> <em>Carl</em>, eine isländische <em>Knetfigurfrau</em> <em>Katia</em>, seine sprechende <em>Katze</em> <em>Princess Donut</em> (inzwischen mit fescher Sonnenbrille) inkl. eigenem <em>Velociraptor</em>-Haustier namens <em>Mongo</em> müssen das Rätsel des <em>Iron Tangle</em> lösen, um... ach, ich versuche gar nicht erst, die Story zusammenzufassen. Es ist alles sehr wild und ohne Kenntnis der beiden vorherigen Teile ein großer Spoiler. </p>
<p>Tatsächlich fand ich <em>Anarchist’s Cookbook</em> jetzt nur so <strong>mittelgut</strong>. Die größte Stärke des Settings ist, dass jedes Buch komplett anders sein kann; es wird sehr viel mit Szenarien experimentiert, und die Gefahr von Langeweile ist erst mal gering. Doch dies birgt auch die größte Gefahr: Sagen das Setting und die Prämisse einer <em>Dungeon</em>-Ebene nicht zu, ist das ganze Buch erst mal „meh“. Und das ist bei mir nun im U-Bahn-Labyrinth passiert. </p>
<p>Die Welt ist so verwirrend, dass der Autor selbst in einem Vorwort direkt sagt, dass man gar nicht erst versuchen sollte, diese Welt zu verstehen – und ich bin mir nicht sicher, ob ich das anstrengend finde. Denn ohne diesen Spannungsbogen bewegen sich die Protagonisten nur von Szene zu Szene und gucken, was passiert. Die Auflösung am Ende fand ich dann auch etwas <strong>underwhelming</strong>. </p>
<p>Zusätzlich hat sich <em>Dinniman</em> entschlossen, mittendrin eine der besten Figuren für eine Weile aus der Story zu entfernen – eine Figur, deren dramaturgische Aufgabe es ist, Hintergrundinfos sowohl an den Protagonisten als auch an den Leser zu vermitteln. Diese Ebene fehlt nun für einen großen Teil der Story. </p>
<p>Aber – ich meckere hier immer noch auf hohem Niveau. Zwar ist es das für mich uninteressanteste Buch bisher, aber dennoch war es alles andere als unspannend. Zwischendurch gab es immer wieder sehr schöne Momente und Ideen, und <em>Dinniman</em> weiß gängige Tropes aus Literatur und Popkultur einzubinden. </p>
<p>Es war halt nur einfach nicht so gut wie die vorherigen beiden Teile.</p>
<hr>
<p>Funfact: Ich habe bei dem vorherigen Band das Sleeve nicht abgenommen, deswegen war ich umso überraschter dass das Hardcover noch diese kleine Überraschung bereit hält.... <strong>Cool</strong>! </p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1776001855/photo_2026_04_12_15_50_25_35bc64025d.jpg" alt="photo_2026-04-12 15.50.25.jpeg"></p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Vaultwarden]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/vaultwarden-passwordmanager</link>
            <guid>vaultwarden-passwordmanager</guid>
            <pubDate>Wed, 18 Mar 2026 11:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Warum ich jetzt Vaultwarden ausprobiere und Enpass nicht mehr so toll ist. 
Letztens las ich diesen Blogeintrag von Philipp über den Umstieg von 1Password auf Vaultwarden und dachte, dass es etwas ist, was für mich auch interessant wäre. Zwar habe ich eine Lifetime-Pro-Lizenz ^[Weil ich damals kaufte – in Zeiten, als es noch üblich war, einmal für Software zu zahlen] von Enpass, aber natürlich wurde seitdem eine Premium-Lizenz eingeführt, für welche man mich bittet, wieder monatlich zu bezahlen. Ohne diese kann ich keinen Authenticator nutzen oder Passkeys speichern. Ebenso fehlt jetzt eine Warnung bei Datendiebstahl ^[wo ich mir sicher bin, dass dies bereits Teil meiner Pro-Lizenz war]. Dazu gesellt sich auch das leichte Gefühl, dass es kaum spürbare Weiterentwicklung bei dieser App gibt und sie von den Entwicklern nur noch stiefmütterlich behandelt wird. 

Also, warum nicht Vaultwarden austesten? Vaultwarden ist eine leichtgewichtige, in Rust geschriebene Open-Source-Alternative zum Bitwarden-Server und ideal für Selfhosting. Es bietet erst einmal alles, was ich mit Enpass machen konnte.

Die Installation war mit Coolify schnell erledigt und ich konnte direkt meinen CSV-Export von Enpass nutzen. Auf Mac und Android konnte ich direkt die jeweiligen Bitwarden-Clients nutzen. Mein erstes Fazit: Bisher bin ich zufrieden. Die Oberfläche ist aufgeräumter und alles gefühlt etwas schneller. 

Der einzige Nachteil bisher gegenüber Enpass scheint, dass ich jetzt stärker auf die Cloud angewiesen bin; Enpass hatte hier einen Local-first-Ansatz mit optionalem Backup auf Cloudhoster wie Google Drive oder Dropbox.

Edit: Ich wurde auf Mastodon darauf hingewiesen dass Enpass doch Passkeys in der Pro Lizenz unterstützt. Auch wenn mir die App selber etwas anderes sagt. Es kann sein dass diese Anpassungen entweder noch kommen oder nur die mobilen Apps betreffen. Irgendwie undurchsichtig.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1773833328/vaultwarden_601abe5e3e.webp" alt="Screenshot Vaultwarden" title="Source: sourceforge.net"></p>
<p>Letztens las ich diesen <a href="https://knuspermagier.de/posts/2026/von-1password-zu-vaultwarden-erster-eindruck">Blogeintrag von <em>Philipp</em></a> über den Umstieg von <em>1Password</em> auf <a href="https://www.vaultwarden.net/"><em>Vaultwarden</em></a> und dachte, dass es etwas ist, was für mich auch interessant wäre. Zwar habe ich eine Lifetime-<em>Pro</em>-Lizenz ^[Weil ich damals kaufte – in Zeiten, als es noch üblich war, einmal für Software zu zahlen] von <em>Enpass</em>, aber <em>natürlich</em> wurde seitdem eine <em>Premium</em>-Lizenz eingeführt, für welche man mich bittet, wieder monatlich zu bezahlen. Ohne diese kann ich keinen <em>Authenticator</em> nutzen oder <em>Passkeys</em> speichern. Ebenso fehlt jetzt eine Warnung bei Datendiebstahl ^[wo ich mir sicher bin, dass dies bereits Teil meiner <em>Pro</em>-Lizenz war]. Dazu gesellt sich auch das leichte Gefühl, dass es kaum spürbare Weiterentwicklung bei dieser App gibt und sie von den Entwicklern nur noch stiefmütterlich behandelt wird. </p>
<p>Also, warum nicht <a href="https://github.com/dani-garcia/vaultwarden"><em>Vaultwarden</em></a> austesten? <em>Vaultwarden</em> ist eine leichtgewichtige, in <em>Rust</em> geschriebene <strong>Open-Source-Alternative</strong> zum <a href="https://bitwarden.com/"><em>Bitwarden</em></a>-Server und ideal für <strong>Selfhosting</strong>. Es bietet erst einmal alles, was ich mit <em>Enpass</em> machen konnte.</p>
<p>Die Installation war mit <a href="https://coolify.io/"><em>Coolify</em></a> schnell erledigt und ich konnte direkt meinen <strong>CSV-Export</strong> von <em>Enpass</em> nutzen. Auf <em>Mac</em> und <em>Android</em> konnte ich direkt die jeweiligen <em>Bitwarden</em>-Clients nutzen. Mein erstes Fazit: Bisher bin ich zufrieden. Die Oberfläche ist aufgeräumter und alles gefühlt etwas schneller. </p>
<p>Der einzige Nachteil bisher gegenüber <em>Enpass</em> scheint, dass ich jetzt stärker auf die Cloud angewiesen bin; <em>Enpass</em> hatte hier einen <strong>Local-first-Ansatz</strong> mit optionalem Backup auf Cloudhoster wie <em>Google Drive</em> oder <em>Dropbox</em>.</p>
<p><strong>Edit</strong>: <em>Ich wurde <a href="https://norden.social/@fihu/116250037277455270">auf Mastodon darauf hingewiesen </a> dass Enpass doch Passkeys in der Pro Lizenz unterstützt. Auch wenn mir die App selber etwas anderes sagt. Es kann sein dass diese Anpassungen entweder noch kommen oder nur die mobilen Apps betreffen. Irgendwie undurchsichtig.</em></p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Isles of the Emberdark - Brandon Sanderson]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/isles-of-the-emberdark-brandon-sanderson-secret-project-5</link>
            <guid>isles-of-the-emberdark-brandon-sanderson-secret-project-5</guid>
            <pubDate>Mon, 09 Mar 2026 07:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Cosmere Deepdive
Ouh, ein neues Sanderson-Buch – das letzte ist ja schon mehr als ein halbes Jahr her. Also, was haben wir hier: 

Einordnung
Zum einen ist Isles of the Emberdark ein weiteres Buch aus Sandersons inzwischen ikonischem Secret Projects-Drop. Und dann ist es auch noch ein Cosmere-Buch – es spielt also in seinem buchserienübergreifenden Universum mit dem gleichen Namen. Und schlussendlich ist es auch noch eine Fortsetzung zur Kurzgeschichte „Sixth of the Dusk“ aus der Arcanum Unbounded-Anthologie. 

Der Autor sagt am Anfang selbst, dass es schwierig ist, eine direkte Fortsetzung zu einer Geschichte zu schreiben, die die wenigsten gelesen haben werden, weswegen eben diese Geschichte als Flashbacks im ersten Teil des Buches noch einmal eingebunden ist. Was jetzt nicht heißt, dass es für sich alleine steht. Im Gegenteil: Dies ist ein Buch, mit dem nur wenige Autoren durchkommen, da es aus meiner Sicht die aktuelle Ausgangslage der großen Cosmere-Buchserien inkl. Spin-offs benötigt. Kurz: Es ist ein Fan-Service. 

Ebenso wie Tress of the Emerald Sea oder The Sunlit Man ist es sehr stark in das Cosmere verwoben. Mehr noch, es ist sehr weit hinten in der aktuellen Timeline angesiedelt.

Ich glaube, man sollte zumindest folgende Bücher gelesen haben, um wirklich alle Referenzen zu verstehen oder um nicht gespoilert zu werden:

Die Stormlight Archive-Serie,
die Stormlight-Novelle Dawnshard,
Mistborn Era 1 und Era 2,
Mistborn: Secret History und Shadows for Silence in the Forests of Hell, beide in Arcanum Unbounded gesammelt,
sowie Tress of the Emerald Sea.

Man sollte also seine Hausaufgaben gemacht haben. Dafür wird man auch belohnt, denn es gibt Highlights: Zum einen wird – meines Wissens nach – zum ersten Mal wirklich etwas über Yolen und seine Bewohner erzählt – ein Ort mit signifikanter Wichtigkeit für das Cosmere.  
Und dann noch: Da die Geschichte am Ende der Timeline spielt, wird auch Bezug auf Ereignisse genommen, die noch nicht einmal passiert sind. Vage Andeutungen, eher Teaser als Exposition, aber dennoch ziemlich cool. Aber nur, sofern man wirklich ganz tief im Cosmere drinsteckt. Erwähnte ich den Fanservice? 

Handlung
Die Story ist – wie gesagt – eine direkte Fortsetzung einer Kurzgeschichte. Die Geschichte selbst handelte von einem Trapper, der sich durch eine gefährliche Dschungelinsel schlägt, und behandelte Chancen und Gefahren durch technischen Fortschritt für bestehende Traditionen ^[Ok, zugegeben, das hört sich jetzt dröger an, als es wirklich ist]. Dieses Buch spielt jetzt fünf Jahre später ^[was diese ganze erste Geschichte nun ebenfalls an das Ende der aktuellen Timeline setzt, was ich so nicht erwartet hätte], und der ehemalige Protagonist der Abenteuergeschichte findet sich nun in der ersten Hälfte eher in einem Buch über Politik, Kolonialisierung und Science-Fiction wieder. 

Protagonist Dusk findet sich in einer Welt wieder, die keine Insel-Trapper mehr braucht; diese läuft aber Gefahr, zum Spielball von Großmächten zu werden, weswegen er sich auf die Reise in das namensgebende Emberdark begibt, um die Vergangenheit seines Volkes und ein Mittel zur Verteidigung zu finden.

Und?
Wie man lesen kann: Das Buch fordert schon viel Vorwissen. Immer wieder musste ich nachschlagen oder mich erinnern, ob ich nicht den einen oder anderen Namen schon einmal gehört habe, wer erwähnte Personen waren, begleitet von einer stetigen Angst, gerade etwas Wichtiges nicht zu verstehen. Sandersons Cosmere ist inzwischen so stark gewachsen, dass die einstige Prämisse, man könne die Buchserien auch selektiv ohne Vorwissen lesen, nicht mehr gilt ^[Am ehesten vergleichbar mit Marvels MCU – zu viele Serien und Filme mit ebenso vielen Anspielungen. Ständig muss man wissen, wer gerade was wo macht und in welchem Verhältnis zu anderen steht. Superhero Fatigue ist real.].

Dennoch fühlte ich mich am Ende belohnt, auch wenn es sich ein bisschen wie ein Teaser für Zukünftiges angefühlt hat. 

Und: Ich hoffe, dass die kommende Mistborn Era 3 den Cosmere-Ansatz wieder etwas entschlackt.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1773050684/photo_2026_03_09_11_03_03_3b99269e60.jpg" alt="Isles of the Emberdark - Book in front of a bookshelf" title="Das Cover erinnert mich schon sehr stark an den Stil von Kurzgesagt"></p>
<p>Ouh, ein neues <em>Sanderson</em>-Buch – <a href="https://www.flore.nz/blog/the-lost-metal-brandon-sanderson-mistborn-7">das letzte</a> ist ja schon mehr als ein halbes Jahr her. Also, was haben wir hier: </p>
<!--more-->

<h3>Einordnung</h3>
<p>Zum einen ist <em>Isles of the Emberdark</em> ein weiteres Buch aus <em>Sandersons</em> inzwischen ikonischem <a href="https://www.flore.nz/blog/the-lost-metal-brandon-sanderson-mistborn-7"><em>Secret Projects</em>-Drop</a>. Und dann ist es auch noch ein <a href="https://www.flore.nz/blog/the-lost-metal-brandon-sanderson-mistborn-7"><em>Cosmere</em></a>-Buch – es spielt also in seinem buchserienübergreifenden Universum mit dem gleichen Namen. Und schlussendlich ist es auch noch eine Fortsetzung zur Kurzgeschichte „<em>Sixth of the Dusk</em>“ aus der <a href="https://www.flore.nz/blog/arcanum-unbounded-brandon-sanderson"><em>Arcanum Unbounded</em></a>-Anthologie. </p>
<p>Der Autor sagt am Anfang selbst, dass es schwierig ist, eine direkte Fortsetzung zu einer Geschichte zu schreiben, die die wenigsten gelesen haben werden, weswegen eben diese Geschichte als Flashbacks im ersten Teil des Buches noch einmal eingebunden ist. Was jetzt nicht heißt, dass es für sich alleine steht. Im Gegenteil: Dies ist ein Buch, mit dem nur wenige Autoren durchkommen, da es aus meiner Sicht die aktuelle Ausgangslage der großen <em>Cosmere</em>-Buchserien inkl. Spin-offs benötigt. Kurz: Es ist ein <strong>Fan-Service</strong>. </p>
<p>Ebenso wie <a href="https://www.flore.nz/blog/tress-of-the-emerald-sea-brandon-sanderson"><em>Tress of the Emerald Sea</em></a> oder <a href="https://www.flore.nz/blog/the-sunlit-man-brandon-sanderson-secret-project-4"><em>The Sunlit Man</em></a> ist es sehr stark in das <em>Cosmere</em> verwoben. Mehr noch, es ist sehr weit hinten in der aktuellen Timeline angesiedelt.</p>
<p>Ich glaube, man sollte zumindest folgende Bücher gelesen haben, um wirklich alle Referenzen zu verstehen oder um nicht gespoilert zu werden:</p>
<ul>
<li>Die <a href="https://www.flore.nz/series/the-stormlight-archives"><em>Stormlight Archive</em></a>-Serie,</li>
<li>die <em>Stormlight</em>-Novelle <a href="https://www.flore.nz/blog/dawnshard-brandon-sanderson-stormlight-archive-novella"><em>Dawnshard</em></a>,</li>
<li><em>Mistborn</em> Era 1 und Era 2,</li>
<li><em>Mistborn: Secret History</em> und <em>Shadows for Silence in the Forests of Hell</em>, beide in <a href="https://www.flore.nz/blog/arcanum-unbounded-brandon-sanderson"><em>Arcanum Unbounded</em></a> gesammelt,</li>
<li>sowie <a href="https://www.flore.nz/blog/tress-of-the-emerald-sea-brandon-sanderson"><em>Tress of the Emerald Sea</em></a>.</li>
</ul>
<p>Man sollte also seine Hausaufgaben gemacht haben. Dafür wird man auch belohnt, denn es gibt Highlights: Zum einen wird – meines Wissens nach – zum ersten Mal wirklich etwas über <em>Yolen</em> und seine Bewohner erzählt – ein Ort mit signifikanter Wichtigkeit für das <em>Cosmere</em>.  <br>Und dann noch: Da die Geschichte am Ende der Timeline spielt, wird auch Bezug auf Ereignisse genommen, die noch nicht einmal passiert sind. Vage Andeutungen, eher Teaser als Exposition, aber dennoch ziemlich cool. Aber nur, sofern man wirklich ganz tief im <em>Cosmere</em> drinsteckt. Erwähnte ich den <strong>Fanservice</strong>? </p>
<h3>Handlung</h3>
<p>Die Story ist – wie gesagt – eine direkte Fortsetzung einer Kurzgeschichte. Die Geschichte selbst handelte von einem Trapper, der sich durch eine gefährliche Dschungelinsel schlägt, und behandelte Chancen und Gefahren durch technischen Fortschritt für bestehende Traditionen ^[Ok, zugegeben, das hört sich jetzt dröger an, als es wirklich ist]. Dieses Buch spielt jetzt fünf Jahre später ^[was diese ganze erste Geschichte nun ebenfalls an das Ende der aktuellen Timeline setzt, was ich so nicht erwartet hätte], und der ehemalige Protagonist der Abenteuergeschichte findet sich nun in der ersten Hälfte eher in einem Buch über Politik, Kolonialisierung und <strong>Science-Fiction</strong> wieder. </p>
<p>Protagonist <em>Dusk</em> findet sich in einer Welt wieder, die keine Insel-Trapper mehr braucht; diese läuft aber Gefahr, zum Spielball von Großmächten zu werden, weswegen er sich auf die Reise in das namensgebende <em>Emberdark</em> begibt, um die Vergangenheit seines Volkes und ein Mittel zur Verteidigung zu finden.</p>
<h3>Und?</h3>
<p>Wie man lesen kann: Das Buch fordert schon viel Vorwissen. Immer wieder musste ich nachschlagen oder mich erinnern, ob ich nicht den einen oder anderen Namen schon einmal gehört habe, wer erwähnte Personen waren, begleitet von einer stetigen Angst, gerade etwas Wichtiges nicht zu verstehen. <em>Sandersons</em> <em>Cosmere</em> ist inzwischen so stark gewachsen, dass die einstige Prämisse, man könne die Buchserien auch selektiv ohne Vorwissen lesen, nicht mehr gilt ^[Am ehesten vergleichbar mit <em>Marvels</em> <em>MCU</em> – zu viele Serien und Filme mit ebenso vielen Anspielungen. Ständig muss man wissen, wer gerade was wo macht und in welchem Verhältnis zu anderen steht. <strong>Superhero Fatigue</strong> ist real.].</p>
<p>Dennoch fühlte ich mich am Ende belohnt, auch wenn es sich ein bisschen wie ein Teaser für Zukünftiges angefühlt hat. </p>
<p>Und: Ich hoffe, dass die kommende <em>Mistborn</em> Era 3 den <em>Cosmere</em>-Ansatz wieder etwas entschlackt.</p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Wie KI in diesem Blog zum Einsatz kommt]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/disclaimer-ai-ki-blog</link>
            <guid>disclaimer-ai-ki-blog</guid>
            <pubDate>Sat, 07 Mar 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Wie und wofür ich Künstliche Intelligenz in diesem Blog benutze. 
Da wir uns scheinbar kollektiv dazu entschlossen haben, unser Internet mit AI Slop vollzumüllen, will ich kurz aufschreiben, wie ich bisher und in Zukunft Künstliche Intelligenz nutze.

Ich schreibe meine Texte selber; weder gebe ich einer KI eine Outline, noch lasse ich Artikel generieren ^[Anmerkung: Ich habe es doch einmal gemacht, damals, als es neu war. Die Qualität war mies und es fühlte sich seelenlos an. Welcher Text, sage ich aber nicht – aber vielleicht findest du es heraus.]. Auch Bilder werden, sofern nicht anders gekennzeichnet, entsprechend real sein.

Da ich aber kein Luddit bin und KI nicht generell verteufele, nutze ich sie trotzdem für folgende Anwendungsfälle:

Rechtschreibkorrektur, Kommasetzung und Grammatik.
Übersetzungen.

Warum? Zum einen, weil ich eine komplexe Beziehung zu dass/das habe. Ich umschreibe Sätze oft, entferne Fragmente vorheriger Versionen aber nicht immer ganz und fühle mich einfach besser damit. Ich bin relativ zuversichtlich, dass gängige KI dies zuverlässig hinkriegt.

Und Übersetzungen: Einfach aus Zeitgründen. Ich kann fließend Englisch lesen, schreiben und sprechen, dennoch kostet es Zeit. Um meine Motivation zu halten, will ich mir selber so wenig Steine in den Weg legen wie möglich, weswegen die Texte entweder von einer AI oder DeepL übersetzt werden.

Sollte ich doch ein LLM für etwas abseits des Genannten verwenden, werde ich dies kennzeichnen. Und da ich es mir nicht nehmen lassen konnte, direkt die Chance zu nutzen, dies zu veranschaulichen: Das folgende Bild ist definitiv AI-generiert.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Da wir uns scheinbar kollektiv dazu entschlossen haben, unser Internet mit AI Slop vollzumüllen, will ich kurz aufschreiben, wie ich bisher und in Zukunft <em>Künstliche Intelligenz</em> nutze.</p>
<!--more-->

<p>Ich schreibe meine Texte selber; weder gebe ich einer KI eine Outline, noch lasse ich Artikel generieren ^[Anmerkung: Ich habe es doch einmal gemacht, damals, als es neu war. Die Qualität war mies und es fühlte sich seelenlos an. Welcher Text, sage ich aber nicht – aber vielleicht findest du es heraus.]. Auch Bilder werden, sofern nicht anders gekennzeichnet, entsprechend <strong>real</strong> sein.</p>
<p>Da ich aber kein <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Luddite"><em>Luddit</em></a> bin und KI nicht generell verteufele, nutze ich sie trotzdem für <strong>folgende Anwendungsfälle</strong>:</p>
<ul>
<li><em>Rechtschreibkorrektur, Kommasetzung und Grammatik.</em></li>
<li><em>Übersetzungen.</em></li>
</ul>
<p><strong>Warum?</strong> Zum einen, weil ich eine komplexe Beziehung zu dass/das habe. Ich umschreibe Sätze oft, entferne Fragmente vorheriger Versionen aber nicht immer ganz und fühle mich einfach besser damit. Ich bin relativ zuversichtlich, dass gängige KI dies zuverlässig hinkriegt.</p>
<p>Und Übersetzungen: Einfach aus Zeitgründen. Ich kann fließend Englisch lesen, schreiben und sprechen, dennoch kostet es Zeit. Um meine Motivation zu halten, will ich mir selber so wenig Steine in den Weg legen wie möglich, weswegen die Texte entweder von einer <em>AI</em> oder <em>DeepL</em> übersetzt werden.</p>
<p><strong>Sollte</strong> ich doch ein <em>LLM</em> für etwas abseits des Genannten verwenden, werde ich dies kennzeichnen. Und da ich es mir nicht nehmen lassen konnte, direkt die Chance zu nutzen, dies zu veranschaulichen: Das folgende Bild <strong>ist definitiv AI-generiert</strong>.</p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1773055953/ai_slop_symbolbild_9c8c073a07.jpg" alt="DIESES BILD IST AI GENERIERT!!!!" title="AI SLOP"></p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Open Tabs - wie ich versehentlich eine neue Blogplattform baute]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/open-tabs-linkblog-raindrop-io-api</link>
            <guid>open-tabs-linkblog-raindrop-io-api</guid>
            <pubDate>Fri, 06 Mar 2026 14:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Warum ich jetzt einen zweiten Blog habe und warum ihr ihn abonnieren solltet.
Dieser Blog hatte nie wirklich eine klare Richtung. Kein festgelegtes Thema, keine Nische – das war ein bisschen Absicht, ein bisschen Faulheit. Ich wollte einfach über das schreiben, was mich gerade beschäftigt. Dass ich dadurch auch meine Lesemotivation aufrechterhalten wollte, war so erst gar nicht geplant. 

Das Problem dabei: Sobald der Alltag dazwischenfunkt, fehlt die Zeit für ordentliche Artikel. Und so kommt es, dass ich aktuell nach jedem Buch ein Foto mache und es hier hochlade. Vorhersehbar und auch zeitlich gut einzuschätzen. 

Dennoch fehlte mir irgendwie eine Möglichkeit, Dinge schnell zu teilen, ohne gleich ein langes Essay zu schreiben. Bis ich letztens einen Gedanken hatte. 

Das Konzept: Raindrop.io als Backend
Ich sammle schon seit Jahren – mit wechselnder Motivation – Bookmarks in Raindrop.io. Artikel, Tools, Videos, Repos – alles landet dort, schön sortiert in Collections und versehen mit Tags. Dabei fiel mir auf: Raindrop bietet pro Bookmark ein beliebig langes Notizfeld. Das ist eigentlich alles, was man für ein Linkblog braucht: einen Link und einen kurzen Kommentar in Markdown, fertig.

Eine wirklich sehr kurze Recherche später habe ich VS Code gestartet und herumgespielt. Herausgekommen ist dabei eine neue Seite – eine wilde Mischung aus Linklog und Linksammlung. Zielgruppe unbekannt, aber erst mal gefällt es mir. 

Das Ergebnis – mit dem vorerst unkreativen Namen "Open Tabs" – findet sich hier.

Aktuell ist offensichtlich noch alles sehr "Beta". Das Logo wird sich noch ändern und auch der Name war nur das erst zweitbeste, was mir eingefallen ist. Aber gerade versuche ich, den inneren Perfektionisten zu ignorieren, und gebe mich erstmal zufrieden. 

Die Steuerung: Tags als Schalter
Einfach Raindrop.io als Backend und Datenbank zu nutzen, bringt ein paar Hindernisse mit sich. Mit jeder herkömmlichen Blogsoftware kann ich relativ genau kontrollieren, wie Daten angezeigt werden. Diese Möglichkeit bietet Raindrop auf den ersten Blick nicht – außer ich nutze Tags.

Deswegen habe ich mir Control-Tags eingebaut, die das Verhalten eines Eintrags beeinflussen:

Recommended: Ein Bookmark mit curated/recommend landet in einem eigenen Empfehlungsfeed und ist direkt auf der Startseite oder der Empfehlungsseite sichtbar.
Pin-Tags: Ein Tag pinnt einen Eintrag oben in der Collection fest, wenn ich curated/pinned setze.
Highlight-Tags: Setze ich curated/highlight, wird das Bookmark in der Collection optisch hervorgehoben.
... und noch weitere.

Der Endnutzer – also DU – siehst von dieser Logik nichts. Die Control-Tags werden im Frontend einfach ausgeblendet. Fand ich erstmal clever. Ob es wirklich so ist, wird wohl die Zeit zeigen. 

RSS überall
Ich mag RSS, also gibt es hier auch reichlich davon. Jede Collection hat ihren eigenen Feed, z. B. meine Sammlung für Note Taking Apps. Die Empfehlungen haben einen eigenen Feed und es gibt einen globalen Feed für alles zusammen. ^[Ich rate allerdings davon ab, diesen zu abonnieren. Dieser ist wirklich sehr ungefiltert und random.] 

Der Tech-Stack
Technisch läuft das Ganze auf Nuxt 4 mit Nuxt UI, Tailwind CSS und Pinia. Die Raindrop-API ist äußerst angenehm zu nutzen – alles, was ich brauche, ist vorhanden. Das Layout ist funktional, wobei aus UI- und UX-Sicht sicher noch viel Luft nach oben ist. Auch mildly interesting, ich konnte mich mit Nuxt Layern beschäftigen!

Was kommt als Nächstes?
Inhaltlich wird es sich wohl hauptsächlich um Technik, Apps, Bücher, Hobbys, Software und Webentwicklung drehen – das ist schlicht das, womit ich täglich zu tun habe. Aber ich behalte mir vor, auch andere Themen einzustreuen, wenn mir etwas Interessantes über den Weg läuft. Im Grunde ist es ein Braindump mit Linklisten.

Und: Ob ich künftig mehr auf Englisch schreibe? Vielleicht. Erst einmal läuft das hier auf Deutsch weiter – allerdings mit gelegentlichen englischen Artikeln, so wie diesem hier.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Blog hatte nie wirklich eine klare Richtung. Kein festgelegtes Thema, keine Nische – das war ein bisschen Absicht, ein bisschen Faulheit. Ich wollte einfach über das schreiben, was mich gerade beschäftigt. <strong>Dass</strong> ich dadurch auch meine <em>Lesemotivation</em> aufrechterhalten wollte, war so erst gar nicht geplant. </p>
<p>Das Problem dabei: Sobald der Alltag dazwischenfunkt, fehlt die Zeit für ordentliche Artikel. Und so kommt es, dass ich aktuell nach jedem Buch ein Foto mache und es hier hochlade. Vorhersehbar und auch zeitlich gut einzuschätzen. </p>
<p>Dennoch fehlte mir irgendwie eine Möglichkeit, Dinge schnell zu teilen, ohne gleich ein langes <em>Essay</em> zu schreiben. Bis ich letztens einen Gedanken hatte. </p>
<!--more-->

<h3>Das Konzept: Raindrop.io als Backend</h3>
<p>Ich sammle schon seit Jahren – mit wechselnder Motivation – Bookmarks in <strong><a href="https://raindrop.io">Raindrop.io</a></strong>. Artikel, Tools, Videos, Repos – alles landet dort, schön sortiert in <em>Collections</em> und versehen mit <em>Tags</em>. Dabei fiel mir auf: <strong>Raindrop</strong> bietet pro Bookmark ein beliebig langes Notizfeld. Das ist eigentlich alles, was man für ein <strong>Linkblog</strong> braucht: einen Link und einen kurzen Kommentar in <em>Markdown</em>, fertig.</p>
<p>Eine wirklich sehr kurze Recherche später habe ich <strong>VS Code</strong> gestartet und herumgespielt. Herausgekommen ist dabei eine neue Seite – eine wilde Mischung aus <em>Linklog</em> und <em>Linksammlung</em>. Zielgruppe unbekannt, aber erst mal gefällt es mir. </p>
<p>Das Ergebnis – mit dem vorerst unkreativen Namen <strong>&quot;Open Tabs&quot;</strong> – findet sich <a href="https://opentabs.flore.nz">hier</a>.</p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1772800830/Mockup_Views_2x_JPG_20260306_752_29af61bb58.jpg" alt="opentabs-start-darkmode.jpg"> <img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1772800568/Mockup_Views_2x_JPG_20260306_763_c5d218b7f7.jpg" alt="opentabs-rec-feed.jpg"> <img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1772800568/Mockup_Views_2x_JPG_20260306_070_5b0c4d27cd.jpg" alt="opentabs-collection-dark2.jpg"> <img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1772800570/Mockup_Views_2x_JPG_20260306_324_998aa11078.jpg" alt="opentabs-darkmode-1.jpg"> <img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1772800569/Mockup_Views_2x_JPG_20260306_875_b27b9a279a.jpg" alt="opentabs-detail.jpg"> <img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1772800569/Mockup_Views_2x_JPG_20260306_721_3f98959bbe.jpg" alt="opentabs-collection-darkmode.jpg"> <img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1772800569/Mockup_Views_2x_JPG_20260306_882_5984b16adc.jpg" alt="opentabs-rec-1.jpg"></p>
<p>Aktuell ist offensichtlich noch alles sehr &quot;<strong>Beta</strong>&quot;. Das Logo wird sich noch ändern und auch der Name war nur das <del>erst</del> zweitbeste, was mir eingefallen ist. Aber gerade versuche ich, den inneren Perfektionisten zu ignorieren, und gebe mich <em>erstmal</em> zufrieden. </p>
<h3>Die Steuerung: Tags als Schalter</h3>
<p>Einfach <strong>Raindrop.io</strong> als Backend und Datenbank zu nutzen, bringt ein paar Hindernisse mit sich. Mit jeder herkömmlichen Blogsoftware kann ich relativ genau kontrollieren, wie Daten angezeigt werden. Diese Möglichkeit bietet <em>Raindrop</em> auf den ersten Blick nicht – <strong>außer ich nutze Tags.</strong></p>
<p>Deswegen habe ich mir <strong>Control-Tags</strong> eingebaut, die das Verhalten eines Eintrags beeinflussen:</p>
<ul>
<li><strong>Recommended</strong>: Ein Bookmark mit <code>curated/recommend</code> landet in einem eigenen <a href="https://opentabs.flore.nz/recommendations/feed">Empfehlungsfeed</a> und ist direkt auf der Startseite oder der <a href="https://opentabs.flore.nz/recommendations">Empfehlungsseite</a> sichtbar.</li>
<li><strong>Pin-Tags</strong>: Ein Tag pinnt einen Eintrag oben in der <em>Collection</em> fest, wenn ich <code>curated/pinned</code> setze.</li>
<li><strong>Highlight-Tags</strong>: Setze ich <code>curated/highlight</code>, wird das Bookmark in der <em>Collection</em> optisch hervorgehoben.</li>
<li>... und noch weitere.</li>
</ul>
<p>Der Endnutzer – also <strong>DU</strong> – siehst von dieser Logik nichts. Die <em>Control-Tags</em> werden im Frontend einfach ausgeblendet. Fand ich <em>erstmal</em> clever. Ob es wirklich so ist, wird wohl die Zeit zeigen. </p>
<h3>RSS überall</h3>
<p>Ich mag <strong>RSS</strong>, also gibt es hier auch reichlich davon. Jede <em>Collection</em> hat ihren eigenen Feed, z. B. meine <a href="https://opentabs.flore.nz/collections/67432251/feed">Sammlung für Note Taking Apps</a>. Die Empfehlungen haben einen <a href="https://opentabs.flore.nz/recommendations/feed">eigenen Feed</a> und es gibt einen <a href="https://opentabs.flore.nz/feed">globalen Feed</a> für alles zusammen. ^[Ich rate allerdings davon ab, diesen zu abonnieren. Dieser ist wirklich sehr ungefiltert und random.] </p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1772801839/mobile2_dark_166a66d864.jpg" alt="mobile2-dark.jpg"><br><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1772801838/mobile1_light_1c0abe1b47.jpg" alt="mobile1-light.jpg"></p>
<h3>Der Tech-Stack</h3>
<p>Technisch läuft das Ganze auf <strong>Nuxt 4</strong> mit <strong>Nuxt UI</strong>, <strong>Tailwind CSS</strong> und <strong>Pinia</strong>. Die <em>Raindrop-API</em> ist äußerst angenehm zu nutzen – alles, was ich brauche, ist vorhanden. Das Layout ist funktional, wobei aus <em>UI</em>- und <em>UX</em>-Sicht sicher noch viel Luft nach oben ist. Auch mildly interesting, ich konnte mich mit Nuxt Layern beschäftigen!</p>
<hr>
<h3>Was kommt als Nächstes?</h3>
<p>Inhaltlich wird es sich wohl hauptsächlich um Technik, Apps, Bücher, Hobbys, Software und Webentwicklung drehen – das ist schlicht das, womit ich täglich zu tun habe. Aber ich behalte mir vor, auch andere Themen einzustreuen, wenn mir etwas Interessantes über den Weg läuft. Im Grunde ist es ein <strong>Braindump mit Linklisten</strong>.</p>
<p>Und: Ob ich künftig mehr auf Englisch schreibe? Vielleicht.  Erst einmal läuft das hier auf Deutsch weiter – allerdings mit gelegentlichen englischen Artikeln, so wie diesem hier.</p>
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        </item>
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            <title><![CDATA[Carl's Doomsday Scenario - Matt Dinniman]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/carl-s-doomsday-scenario-matt-dinniman-dungeon-crawler-carl-2</link>
            <guid>carl-s-doomsday-scenario-matt-dinniman-dungeon-crawler-carl-2</guid>
            <pubDate>Sun, 22 Feb 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Es geht nahtlos weiter und hatte es genauso schnell durch wie den vorherigen Teil. Die 350 Seiten waren in Rekordzeit gelesen und immer noch begeistert und genauso immer noch skeptisch ob sich das Szenario wirklich über 10 geplante Bücher ziehen kann.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1772192815/photo_2026_02_27_12_46_39_d5827c4a73.jpg" alt="photo_2026-02-27 12.46.39.jpeg"></p>
<p>Es geht nahtlos weiter und hatte es genauso schnell durch wie den <a href="https://www.flore.nz/blog/dungeon-crawler-carl-matt-dinniman">vorherigen Teil</a>. Die 350 Seiten waren in Rekordzeit gelesen und immer noch begeistert und genauso immer noch skeptisch ob sich das Szenario wirklich über 10 <em>geplante</em> Bücher ziehen kann. </p>
]]></content:encoded>
        </item>
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            <title><![CDATA[Jade War - Fonda Lee]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/jade-war-fonda-lee-green-bone-saga-2</link>
            <guid>jade-war-fonda-lee-green-bone-saga-2</guid>
            <pubDate>Tue, 17 Feb 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Yakuza, Inc
Der zweite Teil der Green Bone Saga. Im Gegensatz zum ersten, spielt ein recht großer Teil der Handlung dieses Mal ausserhalb der Heimat Insel der Magie-Triaden Familien und erinnert dieses Mal mehr an den Paten als an alte Hong Kong Heroic Bloodshed Filme. Alles in allen ist es eine solide Fortsetzung. 

Mehr später, wenn ich dann den dritten Teil gelesen habe.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1771581844/photo_2026_02_20_11_02_13_f0dd3e727d.jpg" alt="Jade War - Fonda Lee"></p>
<p>Der zweite Teil der Green Bone Saga. Im Gegensatz zum ersten, spielt ein recht großer Teil der Handlung dieses Mal ausserhalb der Heimat Insel der Magie-Triaden Familien und erinnert dieses Mal mehr an den Paten als an alte Hong Kong Heroic Bloodshed Filme. Alles in allen ist es eine solide Fortsetzung. </p>
<p>Mehr später, wenn ich dann den dritten Teil gelesen habe. </p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Dungeon Crawler Carl - Matt Dinniman]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/dungeon-crawler-carl-matt-dinniman</link>
            <guid>dungeon-crawler-carl-matt-dinniman</guid>
            <pubDate>Mon, 02 Feb 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Großartiger Auftakt! 
Nachdem Aliens die Erde annektiert haben, findet Carl sich in einer interstellaren RealityTV Spielshow wieder und muss sich - zusammen mit seiner Katze Princess Donut - durch einen Haufen Dungeons, Gegner und Bossen kämpfen. 

Dungeon Crawler Carl ist genau dass was der Titel vermuten lässt: Eine spaßiger, kurzweiliger Roman mit Inspiration aus Hitchhikers Guide, Ready Player One und Scheibenwelt Roman.

Ich hoffe wirklich dass die anderen neun (!!!) Teile dieser Serie hier mithalten können.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1770200522/photo_2026_02_04_11_21_37_7dbbfdea14.jpg" alt="photo_2026-02-04 11.21.37.jpeg"></p>
<p>Nachdem Aliens die Erde annektiert haben, findet Carl sich in einer interstellaren RealityTV Spielshow wieder und muss sich - zusammen mit seiner Katze Princess Donut - durch einen Haufen Dungeons, Gegner und Bossen kämpfen. </p>
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<p>Dungeon Crawler Carl ist genau dass was der Titel vermuten lässt: Eine spaßiger, kurzweiliger Roman mit Inspiration aus <em>Hitchhikers Guide</em>, <em>Ready Player One</em> und <a href="https://from.flore.nz/go/discworld"><em>Scheibenwelt</em></a> Roman.</p>
<p>Ich hoffe wirklich dass die anderen neun (!!!) Teile dieser Serie hier mithalten können. </p>
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        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Jade City - Fonda Lee]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/jade-city-fonda-lee-green-bone-1</link>
            <guid>jade-city-fonda-lee-green-bone-1</guid>
            <pubDate>Tue, 27 Jan 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Der Pate, aber mit Superkräften... 
Jade City ist der erste Band der Green Bone Saga und ist im ersten Band so als hätte Mario Puzo zusammen mit dem 80er Jahre John Woo ein Heroic Bloodshed Drehbuch geschrieben und dann noch Fantasy Elemente hineingestreut. Kurz: Mafia und Triaden/Yakuza und Magie. 

Und funktioniert ganz gut. Band 2 ist bereits gekauft.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1769774907/jade_city_fonda_lee_frontcover_47f63edbd8.jpg" alt="Jade City Buch wird von einer Hand vor einem Bücherregal gehalten!" title="Jade City von Fonda Lee"></p>
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<p>Jade City ist der erste Band der Green Bone Saga und ist im ersten Band so als hätte <em>Mario Puzo</em> zusammen mit dem 80er Jahre <em>John Woo</em> ein <em>Heroic Bloodshed</em> Drehbuch geschrieben und dann noch Fantasy Elemente hineingestreut. Kurz: Mafia und Triaden/Yakuza und Magie. </p>
<p>Und funktioniert ganz gut. Band 2 ist bereits gekauft. </p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[The Measure - Nikki Erlick]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/the-measure-nikki-erlick</link>
            <guid>the-measure-nikki-erlick</guid>
            <pubDate>Fri, 16 Jan 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Little boxes on the hillside, Little boxes made of ticky-tacky, Little boxes, little boxes Little boxes all the same. 
The Measure startet mit dieser Ausgangslage: Eines Morgens wachen alle Bewohner der Erde auf und finden eine Box auf ihrer Türschwelle. In dieser Box liegt ein Faden, der die Länge ihres Lebens visualisieren soll. Dennoch handelt es sich bei diesem Buch nicht um Science-Fiction oder Fantasy.

Eher ist es eine Geschichte, die zum Nachdenken und Philosophieren einlädt. Würde ich als Leser diese Box öffnen? Will ich die Länge meines eigenen Lebens wissen? Und welche Auswirkungen hat dieses Wissen auf die eigentliche Antwort?

Nikki Erlick stellt diese Fragen und erzählt die Geschichte mithilfe der Sichtweisen einer Handvoll Personen im Laufe eines Jahres. Dabei greift sie verschiedene Auswirkungen auf die Gesellschaft auf: Kann ich mit jemandem ein Leben aufbauen, der oder die vielleicht nur noch wenige Jahre zu leben hat? Sollte ich eine Person mit einer kurzen Schnur einstellen? Was passiert, wenn ich nur Menschen mit langen Schnüren in eine Schlacht schicke? Wie verhält sich die Gesellschaft, wenn sie von einem Populisten gespalten wird? Und natürlich: Würde ich diese Box öffnen wollen?

Mir hat es Spaß gemacht, die „Regeln“ der Schnüre zu verstehen und herauszufinden, welchen Einfluss diese auf unser Leben haben könnten. Während und nach dem Lesen möchte man sich und andere gerne in ein Gespräch darüber verwickeln.

Nicht so gefallen hat mir die Charaktertiefe einiger Figuren; beispielsweise ist ein Antagonist einfach nur ein schlechter Mensch, weil es die Geschichte so verlangt. Auch viele andere Figuren sind teils so flach und vorhersehbar, dass diese vermutlich nur auf Menschen spannend wirken, die noch nie ein Buch gelesen haben. Wer komplexe Charaktere und Storytwists erwartet, sollte seine Erwartungen hier vermutlich herunterschrauben. Man muss viele Dinge einfach akzeptieren – genauso wie die Menschen in diesem Buch einfach die Boxen (im Text stand „Würfel“, vermutlich waren die Boxen gemeint) akzeptieren.

Kurz: Die ganze Geschichte lebt von der Idee der Schnüre, und man merkt, dass die Autorin viel Spaß dabei hatte, den potenziellen Auswirkungen auf die Gesellschaft nachzugehen. Und auch wenn ich mir hier noch etwas mehr Tiefe erwartet hätte, hat mir das, was ich gelesen habe, Freude bereitet.

Wer Lust auf eine Geschichte mit einem spannenden Ansatz hat, macht mit The Measure nichts falsch.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1768817865/the_measure_nicki_erlick_e86a7b3278.jpg" alt="Hand hält Buch vor einem Bücherregal" title="The Measure - Nikki Erlick"></p>
<p><em>The Measure</em> startet mit dieser Ausgangslage: Eines Morgens wachen alle Bewohner der Erde auf und finden eine Box auf ihrer Türschwelle. In dieser Box liegt ein <strong>Faden</strong>, der die Länge ihres Lebens visualisieren soll. Dennoch handelt es sich bei diesem Buch nicht um Science-Fiction oder Fantasy.</p>
<p>Eher ist es eine Geschichte, die zum <strong>Nachdenken und Philosophieren</strong> einlädt. Würde ich als Leser diese Box öffnen? Will ich die Länge meines eigenen Lebens wissen? Und welche Auswirkungen hat dieses Wissen auf die eigentliche Antwort?</p>
<p><em>Nikki Erlick</em> stellt diese Fragen und erzählt die Geschichte mithilfe der Sichtweisen einer Handvoll Personen im Laufe eines Jahres. Dabei greift sie verschiedene Auswirkungen auf die Gesellschaft auf: Kann ich mit jemandem ein Leben aufbauen, der oder die vielleicht nur noch wenige Jahre zu leben hat? Sollte ich eine Person mit einer kurzen Schnur einstellen? Was passiert, wenn ich nur Menschen mit langen Schnüren in eine Schlacht schicke? Wie verhält sich die Gesellschaft, wenn sie von einem <strong>Populisten</strong> gespalten wird? Und natürlich: <em>Würde ich diese Box öffnen wollen?</em></p>
<p>Mir hat es Spaß gemacht, die „Regeln“ der Schnüre zu verstehen und herauszufinden, welchen Einfluss diese auf unser Leben haben könnten. Während und nach dem Lesen möchte man sich und andere gerne in ein Gespräch darüber verwickeln.</p>
<p>Nicht so gefallen hat mir die <strong>Charaktertiefe</strong> einiger Figuren; beispielsweise ist ein Antagonist einfach nur ein schlechter Mensch, weil es die Geschichte so verlangt. Auch viele andere Figuren sind teils so flach und vorhersehbar, dass diese vermutlich nur auf Menschen spannend wirken, die noch nie ein Buch gelesen haben. Wer komplexe Charaktere und Storytwists erwartet, sollte seine Erwartungen hier vermutlich herunterschrauben. Man muss viele Dinge einfach akzeptieren – genauso wie die Menschen in diesem Buch einfach die Boxen (im Text stand „Würfel“, vermutlich waren die Boxen gemeint) akzeptieren.</p>
<p><strong>Kurz:</strong> Die ganze Geschichte lebt von der <strong>Idee der Schnüre</strong>, und man merkt, dass die Autorin viel Spaß dabei hatte, den potenziellen Auswirkungen auf die Gesellschaft nachzugehen. Und auch wenn ich mir hier noch etwas mehr Tiefe erwartet hätte, hat mir das, was ich gelesen habe, Freude bereitet.</p>
<p>Wer Lust auf eine Geschichte mit einem <strong>spannenden Ansatz</strong> hat, macht mit <em>The Measure</em> nichts falsch.</p>
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        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Enders Game - Orson Scott Card]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/enders-game-orson-scott-card</link>
            <guid>enders-game-orson-scott-card</guid>
            <pubDate>Sat, 03 Jan 2026 23:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Full Metal Jacket - im WELTRAUM! Mit KINDERN! FUN FUN FUN!
Es gibt so Bücher, die einfach in jeder Science-Fiction-Bestenliste auftauchen. Ender’s Game von Orson Scott Card ist eines davon. Aber ist es wirklich so gut?

Erst einmal ist es ein Young-Adult-Roman, dessen sollte man sich bewusst sein. Man sollte also keine ausgefeilte Hard-Science-Fiction oder komplexe Themen erwarten. Gleichzeitig ist das Buch scheinbar schon so tief in der Popkultur verwurzelt, dass ich das Ende irgendwie habe kommen sehen – ein vages Gefühl, es schon einmal gesehen zu haben. Vermutlich ist das vergleichbar mit jemandem, der noch nie Stirb Langsam gesehen hat, aber gefühlt die Story durch zahlreiche Copycat-Filme, Zitate und Memes irgendwie schon kennt.

Dann sollte man auch noch wissen, dass der Protagonist ein sechsjähriger Junge ist. Das ist komplett seltsam, da er sich einfach nicht so benimmt. Kein Kind benimmt sich in dieser Welt normal. Ja, ich weiß, wir haben hier ein supertalentiertes Mastermind-Wunderkind vor uns. Vielleicht habe ich auch falsch in Erinnerung, wie ein Sechsjähriger denkt und fühlt – aber ich hatte harte Probleme, dies zu glauben. Vielleicht ist das auch der Grund, dass der Hauptdarsteller in der gleichnamigen Verfilmung mindestens doppelt so alt ist wie in der Vorlage ^[Kleine Filmkritik: Ich habe den Film direkt nach Ende des Buches gesehen und würde davon abraten. Der Film überspringt wichtige Passagen des Buches, fast sogar den kompletten Mittelteil. Und ändert auch das Ende. Leider zum Schlechteren. Einfach nicht gucken. 3/10].

Auch interessant: Am Anfang wird gesagt, dass ein bestimmter Charakter viel zu aggressiv für das Programm ist, später in der Kadettenschule scheint es dort aber nur von Psychopathen zu wimmeln. Für eine interstellare Flotte mit Personalmangel scheint diese ziemlich random in ihrem Auswahlprozess zu sein. Genervt hat mich auch eine Situation direkt im ersten Kapitel, die im Nachhinein als Red Herring angesehen werden kann. ^[Spoiler: Was soll das mit der fast missglückten OP. Der Junge stirbt fast, ist im nächsten Absatz aber direkt fit und wird nie erwähnt? Und dann sagt der Arzt noch Dinge die eher wie Foreshadowing klingen, als ein normaler Dialog? Oder habe nur ich das gelesen?]

Übrigens: Als ich das Buch in der Hand hatte und das Cover angeschaut habe, wusste ich direkt, dass dies eine Illustration von John Harris (https://amzn.to/4qFcugg) ist. Ein Illustrator, den ich bereits von Ann Leckies "Imperial Radch" Büchern oder der "Old Man’s War" Reihe von John Scalzi kenne. Direkt eine Aufwertung!

Alles in allem aber eine solide Geschichte, die irgendwo zwischen Full Metal Jacket und Starship Troopers angesiedelt ist. Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Message, die das Buch sendet, unterstützen will ^[Abhärtung durch psychischen Terror und Isolation... Weiss ich nicht, Digga], aber es hat Spaß gemacht. Und dass jedes Kapitel mit einem Gespräch von namenlosen Offizieren beginnt, ist ein interessanter Kniff. Ich glaube aber, dass das Buch zu seiner Zeit besser und überraschender war als im Jahr 2026. 

Wenn es aber um Young Adult Science Fiction geht, würde ich heute eher Red Rising empfehlen, das hat mir eindeutig besser gefallen. 

Scheinbar gibt es noch einen Haufen Nachfolgebücher, aber die werde ich wohl nicht lesen. Die Geschichte ist für mich abgeschlossen genug, als dass ich an weiteren Episoden aus diesem Universum interessiert bin.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1767691540/photo_2026_01_06_10_25_21_fd107542df.jpg" alt="Eine Hand hält das Buch Enders Game hoch, im Hintergrund ist ein Buchregal zu erkennen." title="Enders Game - das Titelcover kommt von George Harris"></p>
<p>Es gibt so Bücher, die einfach in jeder <strong>Science-Fiction-Bestenliste</strong> auftauchen. <em>Ender’s Game</em> von <em>Orson Scott Card</em> ist eines davon. Aber ist es wirklich so gut?</p>
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<p>Erst einmal ist es ein <strong>Young-Adult-Roman</strong>, dessen sollte man sich bewusst sein. Man sollte also keine ausgefeilte <em>Hard-Science-Fiction</em> oder komplexe Themen erwarten. Gleichzeitig ist das Buch scheinbar schon so tief in der Popkultur verwurzelt, dass ich das Ende irgendwie habe kommen sehen – ein vages Gefühl, es schon einmal gesehen zu haben. Vermutlich ist das vergleichbar mit jemandem, der noch nie <em>Stirb Langsam</em> gesehen hat, aber gefühlt die Story durch zahlreiche Copycat-Filme, Zitate und Memes irgendwie schon kennt.</p>
<p>Dann sollte man auch noch wissen, dass der Protagonist ein <strong>sechsjähriger Junge</strong> ist. Das ist komplett seltsam, da er sich einfach nicht so benimmt. Kein Kind benimmt sich in dieser Welt normal. Ja, ich weiß, wir haben hier ein supertalentiertes <strong>Mastermind-Wunderkind</strong> vor uns. Vielleicht habe ich auch falsch in Erinnerung, wie ein Sechsjähriger denkt und fühlt – aber ich hatte harte Probleme, dies zu glauben. Vielleicht ist das auch der Grund, dass der Hauptdarsteller in der gleichnamigen Verfilmung mindestens doppelt so alt ist wie in der Vorlage ^[Kleine Filmkritik: Ich habe den Film direkt nach Ende des Buches gesehen und würde davon abraten. Der Film überspringt wichtige Passagen des Buches, fast sogar den kompletten Mittelteil. Und ändert auch das Ende. Leider zum Schlechteren. Einfach nicht gucken. 3/10].</p>
<p><strong>Auch interessant:</strong> Am Anfang wird gesagt, dass ein bestimmter Charakter viel zu aggressiv für das Programm ist, später in der Kadettenschule scheint es dort aber nur von <strong>Psychopathen</strong> zu wimmeln. Für eine interstellare Flotte mit Personalmangel scheint diese ziemlich <em>random</em> in ihrem Auswahlprozess zu sein. Genervt hat mich auch eine Situation direkt im ersten Kapitel, die im Nachhinein als <strong>Red Herring</strong> angesehen werden kann. ^[Spoiler: Was soll das mit der fast missglückten OP. Der Junge stirbt fast, ist im nächsten Absatz aber direkt fit und wird nie erwähnt? Und dann sagt der Arzt noch Dinge die eher wie Foreshadowing klingen, als ein normaler Dialog? Oder habe nur ich das gelesen?]</p>
<p>Übrigens: Als ich das Buch in der Hand hatte und das Cover angeschaut habe, wusste ich direkt, dass dies eine Illustration von <em>John Harris</em> (<a href="https://amzn.to/4qFcugg">https://amzn.to/4qFcugg</a>) ist. Ein Illustrator, den ich bereits von <em>Ann Leckies</em> <a href="https://www.flore.nz/series/imperial-radch">&quot;<em>Imperial Radch</em>&quot;</a> Büchern oder der <a href="https://www.flore.nz/blog/the-end-of-all-things-john-scalzi-old-man-s-war-6">&quot;<em>Old Man’s War</em>&quot;</a> Reihe von <em>John Scalzi</em> kenne. Direkt eine Aufwertung!</p>
<p>Alles in allem aber eine <strong>solide Geschichte</strong>, die irgendwo zwischen <em>Full Metal Jacket</em> und <em>Starship Troopers</em> angesiedelt ist. Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Message, die das Buch sendet, unterstützen will ^[Abhärtung durch psychischen Terror und Isolation... Weiss ich nicht, Digga], aber es hat Spaß gemacht. Und dass jedes Kapitel mit einem Gespräch von namenlosen Offizieren beginnt, ist ein interessanter Kniff. Ich glaube aber, dass das Buch zu seiner Zeit besser und überraschender war als im Jahr <strong>2026</strong>. </p>
<p>Wenn es aber um <em>Young Adult Science Fiction</em> geht, würde ich heute eher <a href="https://amzn.to/3YnDKE3"><em>Red Rising</em></a> empfehlen, das hat mir eindeutig besser gefallen. </p>
<p>Scheinbar gibt es noch einen Haufen Nachfolgebücher, aber die werde ich wohl nicht lesen. Die Geschichte ist für mich <strong>abgeschlossen genug</strong>, als dass ich an weiteren Episoden aus diesem Universum interessiert bin.</p>
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            <title><![CDATA[There is no Anti-Memetics Division - qntm]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/there-is-no-anti-memetics-division-qntm</link>
            <guid>there-is-no-anti-memetics-division-qntm</guid>
            <pubDate>Tue, 23 Dec 2025 23:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Und somit auch kein Blogbeitrag 
Eine geheime Organisation, welche im Verborgenen unerklärliche Phänomene untersucht und eindämmt? Kommt mir bekannt vor, habe ich doch quasi gerade erst gelesen. Tatsächlich ist dieses ganze Buch in seiner ersten Version bereits einmal in einer ersten SCP-Version erschienen.

Das kam so gut an, dass sich der SCP-Autor mit dem Pseudonym qntm einen Buchdeal sichern konnte und dieses Buch jetzt in einer erweiterten und angepassten Version noch einmal neu veröffentlicht hat. ^[Wer hätte gedacht, dass Buchverlage nicht so begeistert von einer Creative-Commons-Lizenz sind?]
Worum geht es? Zuerst einmal kommt es vor wie eine Anthologie von Geschichten der Anti-Memetik-Abteilung der UO - Unknown Organization ^[Ja, da hat sich Kollege qntm mal richtig Mühe bei der Neubenennung gegeben 😄], aber nach dem ersten Drittel zieht das Buch richtig an und die einzelnen Kapitel gehen mehr und mehr nahtlos ineinander über.

Ich finde das ganze Konzept der Antimemetik richtig cool ^[Sogar schon vorher, die Silence-Aliens, welche man aus der sechsten Season von Doctor Who kennt, folgen einem ähnlichen Konzept und haben mich damals sehr fasziniert.], und direkt die erste Geschichte ist eine hervorragende Einführung in die Thematik. Und da dieses Buch besser wird, je weniger man über es weiß, stoppe ich hier direkt mal mit jeglichen inhaltlichen Beschreibungen.

Bitte jetzt auch nicht den Fehler machen, hier die Worte eines Amateurautors zu erwarten. Qntm hat ein gutes Gefühl für einen Spannungsbogen und sein Stil wirkt sehr erfrischend. Und wer eine spannende Fantasy-SciFi-Horror-Geschichte für zwischendurch sucht, macht mit diesem Buch nichts falsch.

Übrigens, die erste SCP-Version (im direkten Vergleich kürzer und mit geänderten Namen) ist weiterhin hier auf dem SCP-Wiki verfügbar.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1766673025/IMG_20251224_120443_2_4728311aa7.jpg" alt="There is no image description"></p>
<p>Eine geheime Organisation, welche im Verborgenen unerklärliche Phänomene untersucht und eindämmt? Kommt mir bekannt vor, habe ich doch quasi <a href="https://www.flore.nz/blog/scp-foundation-handbook-volume-1/">gerade erst gelesen</a>. Tatsächlich ist dieses ganze Buch in seiner ersten Version bereits einmal in einer ersten <em>SCP</em>-Version erschienen.</p>
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<p>Das kam so gut an, dass sich der <em>SCP</em>-Autor mit dem Pseudonym <em>qntm</em> einen <a href="https://qntm.org/publ">Buchdeal</a> sichern konnte und dieses Buch jetzt in einer erweiterten und angepassten Version noch einmal neu veröffentlicht hat. ^[Wer hätte gedacht, dass Buchverlage nicht so begeistert von einer <em>Creative-Commons-Lizenz</em> sind?]<br>Worum geht es? Zuerst einmal kommt es vor wie eine Anthologie von Geschichten der <em>Anti-Memetik-Abteilung</em> der <strong>UO</strong> - <em>Unknown Organization</em> ^[Ja, da hat sich Kollege qntm mal richtig Mühe bei der Neubenennung gegeben 😄], aber nach dem ersten Drittel zieht das Buch richtig an und die einzelnen Kapitel gehen mehr und mehr nahtlos ineinander über.</p>
<p>Ich finde das ganze Konzept der <em>Antimemetik</em> richtig cool ^[Sogar schon vorher, die Silence-Aliens, welche man aus der sechsten Season von Doctor Who kennt, folgen einem ähnlichen Konzept und haben mich damals sehr fasziniert.], und direkt die erste Geschichte ist eine hervorragende Einführung in die Thematik. Und da dieses Buch besser wird, je weniger man über es weiß, stoppe ich hier direkt mal mit jeglichen inhaltlichen Beschreibungen.</p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1766673030/IMG_20251224_120509_fc5983b9c1.jpg" alt="IMG_20251224_120509.jpg"></p>
<p>Bitte jetzt auch nicht den Fehler machen, hier die Worte eines Amateurautors zu erwarten. Qntm hat ein gutes Gefühl für einen Spannungsbogen und sein Stil wirkt sehr erfrischend. Und wer eine spannende Fantasy-SciFi-Horror-Geschichte für zwischendurch sucht, macht mit diesem Buch nichts falsch.</p>
<p>Übrigens, die erste SCP-Version (im direkten Vergleich kürzer und mit geänderten Namen) ist weiterhin hier auf dem SCP-Wiki verfügbar.</p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[SCP Foundation Handbook - Volume 1]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/scp-foundation-handbook-volume-1</link>
            <guid>scp-foundation-handbook-volume-1</guid>
            <pubDate>Fri, 12 Dec 2025 23:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Secure. Contain. Protect. 
Dies ist vermutlich das zweitnerdigste ^[Das andere steht noch im Regal] Buch was ich dieses Jahr gekauft habe und alleine das Konzept jetzt zu erklären wird schwer. Schon weil die SCP Foundation selber ein richtiges Rabbithole ist. Und die Geschichten die sich hinter diesen wirklich unscheinbaren "Handbuch" verbergen sind eine Liga für sich. 

Erstmal zur wichtigsten Frage: "Häh?"
Bei der SCP Foundation ist um eine fiktive Behörde, die übernatürliche Objekte und Anomalien sichert und klassifiziert und gegebenenfalls die Welt vor genau diesen beschützt. Diese Klassifizierungen werden in sogenannten SCP Dokumenten festgehalten und sind alle auf dem dazugehörigen Wiki einsehbar. Hierbei handelt es sich um ein komplett offenes Projekt, d.h. jeder kann hier seine eigenen Geschichte zum Universum hinzufügen. Stand heute (Dezember 2025) sind alleine knapp 9000 SCP Dokumente verfügbar, die ganzen zusätzlichen Dokumente, Logs und Kurzgeschichten noch gar nicht mit eingerechnet. 

Dieses Buch was ich hier nun gelesen habe ist eigentlich nur ein eine Offline Version von einigen dieser Dokumente und vielleicht der genau richtige Einstieg um tiefer in dieses Rabbithole einzutauchen. 

Ein paar Highlights:

SCP-173: Eine █████, die ██████ wird sobald man wegschaut und jeden angreift. 
SCP-087: Ein unendliches ████████ auf einem Campus
SCP-624: Ein ██████ der den internen Speicher mit neuen Songs von füllt, alle ██████ von der Person die gerade die Musik hört
SCP-682: Ein schlechtgelauntes, intelligentes, ███████ █████████, dass nicht ███████ ist und sich in Sekunden jeder Gefahr anpasst. Und es hasst Menschen. 
SCP-914: Eine ██████, die Dinge "umwandeln" kann
SCP-426: Ich bin ein █████ über den nur aus der ersten Person geredet werden kann. Je länger ich im Raum mit anderen Personen bin, desto mehr identifizieren sie sich mit mir. 
SCP-1313: Eine mathematische Formel dessen Lösung "█████" lautet und genau einen solchen direkt manifestiert.
SCP-████: Ein unendlicher IKEA aus dem man nur schwer wieder herausfindet.
usw

Nachteil an diesem Buch: Es gibt immer wieder Referenzen auf diverse SCP Dokumente die nur mit ihrer Nummer benannt werden. D.h. dass ich sehr oft am blättern und noch häufiger am googlen war um die Geschichte ganz zu verstehen. Hier hätten Fußnoten und/oder Seitenverweise geholfen. 

Mir fällt es gerade schwer dieses Buch zu bewerten. Haben mir nun alle Geschichten gefallen? Nein. Auch wenn es sich um eine Auswahl handelt, hat nicht jede meinen Nerv getroffen. Und auch das "Dokumentenformat", welches manchmal schon etwas trocken ist, ist bestimmt nicht für jeden. Wer aber mal etwas ganz anderes lesen will, der findet in dieser Vorauswahl definitiv eine Einladung tiefer in den Kaninchenbau einzutauchen.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1765717056/photo_2025_12_14_13_57_10_9b7b244c12.jpg" alt="SCP Foundation Handbook - Volume 1"></p>
<p>Dies ist vermutlich das zweitnerdigste ^[Das andere steht noch im Regal] Buch was ich dieses Jahr gekauft habe und alleine das Konzept jetzt zu erklären wird schwer. Schon weil die <em>SCP Foundation</em> selber ein richtiges Rabbithole ist. Und die Geschichten die sich hinter diesen wirklich unscheinbaren &quot;Handbuch&quot; verbergen sind eine Liga für sich. </p>
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<p>Erstmal zur wichtigsten Frage: &quot;Häh?&quot;<br>Bei der SCP Foundation ist um eine fiktive Behörde, die übernatürliche Objekte und Anomalien sichert und klassifiziert und gegebenenfalls die Welt vor genau diesen beschützt. Diese Klassifizierungen werden in sogenannten SCP Dokumenten festgehalten und sind alle auf dem dazugehörigen <a href="https://scp-wiki.wikidot.com/">Wiki </a>einsehbar. Hierbei handelt es sich um ein komplett offenes Projekt, d.h. jeder kann hier seine eigenen Geschichte zum Universum hinzufügen. Stand heute (Dezember 2025) sind alleine knapp <em>9000</em> SCP Dokumente verfügbar, die ganzen zusätzlichen Dokumente, Logs und Kurzgeschichten noch gar nicht mit eingerechnet. </p>
<p>Dieses Buch was ich hier nun gelesen habe ist eigentlich nur ein eine Offline Version von einigen dieser Dokumente und vielleicht der genau richtige Einstieg um tiefer in dieses Rabbithole einzutauchen. </p>
<p>Ein paar Highlights:</p>
<ul>
<li><a href="https://scp-wiki.wikidot.com/scp-173">SCP-173</a>: Eine █████, die ██████ wird sobald man wegschaut und jeden angreift. </li>
<li><a href="https://scp-wiki.wikidot.com/scp-087">SCP-087</a>: Ein unendliches ████████ auf einem Campus</li>
<li><a href="https://scp-wiki.wikidot.com/scp-624">SCP-624</a>: Ein ██████ der den internen Speicher mit neuen Songs von füllt, alle ██████ von der Person die gerade die Musik hört</li>
<li><a href="https://scp-wiki.wikidot.com/scp-682">SCP-682</a>: Ein schlechtgelauntes, intelligentes, ███████ █████████, dass nicht ███████ ist und sich in Sekunden jeder Gefahr anpasst. Und es hasst Menschen. </li>
<li><a href="https://scp-wiki.wikidot.com/scp-914">SCP-914</a>: Eine ██████, die Dinge &quot;umwandeln&quot; kann</li>
<li><a href="https://scp-wiki.wikidot.com/scp-426">SCP-426</a>: Ich bin ein █████ über den nur aus der ersten Person geredet werden kann. Je länger ich im Raum mit anderen Personen bin, desto mehr identifizieren sie sich mit mir. </li>
<li><a href="https://scp-wiki.wikidot.com/scp-1313">SCP-1313</a>: Eine mathematische Formel dessen Lösung &quot;█████&quot; lautet und genau einen solchen direkt manifestiert.</li>
<li><a href="https://scp-wiki.wikidot.com/scp-3008">SCP-████</a>: Ein unendlicher IKEA aus dem man nur schwer wieder herausfindet.</li>
<li><em>usw</em></li>
</ul>
<p>Nachteil an diesem Buch: Es gibt immer wieder Referenzen auf diverse SCP Dokumente die nur mit ihrer Nummer benannt werden. D.h. dass ich sehr oft am blättern und noch häufiger am <em>googlen</em> war um die Geschichte ganz zu verstehen. Hier hätten Fußnoten und/oder Seitenverweise geholfen. </p>
<p>Mir fällt es gerade schwer dieses Buch zu bewerten. Haben mir nun alle Geschichten gefallen? Nein. Auch wenn es sich um eine Auswahl handelt, hat nicht jede meinen Nerv getroffen. Und auch das &quot;<em>Dokumentenformat</em>&quot;, welches manchmal schon etwas trocken ist, ist bestimmt nicht für jeden. Wer aber mal etwas ganz anderes lesen will, der findet in dieser Vorauswahl definitiv eine Einladung tiefer in den Kaninchenbau einzutauchen. </p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Heaven's River - Dennis E. Taylor]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/heaven-s-river-dennis-e-taylor-bobiverse-4</link>
            <guid>heaven-s-river-dennis-e-taylor-bobiverse-4</guid>
            <pubDate>Tue, 02 Dec 2025 23:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Benders Game.
Vier Jahre sind vergangen, seit ich das letzte Buch der Bobiverse-Reihe gelesen habe. Und heute weiß ich auch, warum ich so lange gezögert habe.

Die ersten drei Bände waren mehr als bloß unterhaltsam – sie waren ein Fest für jeden Science-Fiction-Fan. Erinnerst du dich? Bob erwachte 117 Jahre nach seinem Tod – als künstliche Intelligenz – erneut in einer Von-Neumann-Sonde und machte sich auf, das All zu erkunden. Er schuf Kopien seiner selbst, entdeckte fremde Welten und rettete nebenbei die Menschheit. Diese Werke waren echte Page-Turner.

Da diese Bände für sich abgeschlossen waren, ignorierte ich den vierten Teil zuerst. Rückblickend eine gute Entscheidung: Es wirkt fast so, als hätte der Autor sich in der eigenen Geschichte verfangen.

Die Ausgangslage klingt vielversprechend: Unser ursprünglicher Bob begibt sich auf die Suche nach seinem verschwundenen Replikanten „Bender“, dessen Verschwinden in früheren Bänden immer wieder thematisiert wurde. Doch was als solide Prämisse beginnt, verstrickt sich zunehmend in Wiederholungen, Nebenschauplätzen und einer Handlung, die kaum vorankommt.

Der Großteil der Handlung entfaltet sich in der Welt der Quinlan – wiesel-bis biberartiger Wesen, die in einer riesigen Topopolis namens _Heaven's River _leben. Bob schlüpft undercover in einen Quinlan-Androidenkörper, um diese Gesellschaft auszuspionieren und zu durchdringen. Doch das Muster bleibt gleich: Bob betritt eine Stadt, entdeckt etwas über die Quinlan, gerät in Gefahr, flieht — und das Ganze beginnt von neuem. Später dann: Anheuern mit Boot, Fracht verstecken, Verfolgung, Flucht. Immer wieder. Und irgendwann wirkt das Ganze nicht mehr wie Spannung, sondern wie Déjà-vu.

Die Quinlan-Welt wirkt langatmig und farblos. Wir haben eine Milliarde SciFi Rohr und dennoch sieht alles gleich aus. Vielleicht sollte ein Hauch Mystery etwas Spannung erzeugen — tatsächlich bleibt jedoch vieles vorhersehbar und leer. Immer neue Figuren tauchen auf, nur um dann sang- und klanglos zu verschwinden. Eine klassische Anwendung von Chekhov's Gun — doch abgefeuert wird sie nie.

Ungefähr 70 % des Romans bestehen aus diesem schleppenden Untergrund-Plot. Die restlichen 30 % widmen sich den anderen Bobs in der Galaxie: Ein fad wirkender „Bürgerkrieg“, eine unnötige Verschwörung im Hintergrund — beides kaum mitreißend — und mehrere Füllkapitel, darunter eine willkürliche Dungeons-and-Dragons-RPG-Session. Dazu kommt eine unglückliche Kapitelstruktur, die in diesem Buch einfach nicht funktioniert.

Mit rund 600 Seiten ist dieses Buch mehr als doppelt so umfangreich wie seine Vorgänger - und erzählt dabei bemerkenswert wenig. Die Spannungskurve bleibt flach wie eine Quinlan-Flosse, die Nebengeschichten sind größtenteils belanglos, die Erzählstruktur zerfahren. Es wirkt, als hätte der Autor eine - aus seiner Sicht - gute Idee gehabt und versucht, das ganze Gerüst krampfhaft zusammenzuschustern — doch der Funke wollte bei mir nicht überspringen.

Die ersten drei Bände haben sich viele Sympathiepunkte bei mir erarbeitet. Ich bin noch immer versucht, den bereits erschienen fünften Band zu lesen — doch meine Erwartungen bleiben vorerst niedrig.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1764840749/photo_2025_12_04_10_32_00_cb22c76a16.jpg" alt="Book cover for Heaven's River by Dennis E. Taylor, featuring a spaceship engine against a green, cloudy background." title="Heavens River"></p>
<p>Vier Jahre sind vergangen, seit ich das letzte Buch der <a href="https://www.flore.nz/series/bobiverse"><em>Bobiverse</em></a>-Reihe gelesen habe. Und heute weiß ich auch, warum ich so lange gezögert habe.</p>
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<p>Die ersten drei Bände waren mehr als bloß unterhaltsam – sie waren ein Fest für jeden Science-Fiction-Fan. Erinnerst du dich? Bob erwachte 117 Jahre nach seinem Tod – als künstliche Intelligenz – erneut in einer <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Von-Neumann-Sonde"><em>Von-Neumann</em></a>-Sonde und machte sich auf, das All zu erkunden. Er schuf Kopien seiner selbst, entdeckte fremde Welten und rettete nebenbei die Menschheit. Diese Werke waren echte Page-Turner.</p>
<p>Da diese Bände für sich abgeschlossen waren, ignorierte ich den vierten Teil zuerst. Rückblickend eine gute Entscheidung: Es wirkt fast so, als hätte der Autor sich in der eigenen Geschichte verfangen.</p>
<p>Die Ausgangslage klingt vielversprechend: Unser ursprünglicher Bob begibt sich auf die Suche nach seinem verschwundenen <em>Replikanten</em> „Bender“, dessen Verschwinden in früheren Bänden immer wieder thematisiert wurde. Doch was als solide Prämisse beginnt, verstrickt sich zunehmend in Wiederholungen, Nebenschauplätzen und einer Handlung, die kaum vorankommt.</p>
<p>Der Großteil der Handlung entfaltet sich in der Welt der <em>Quinlan</em> – wiesel-bis biberartiger Wesen, die in einer riesigen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Topopolis"><em>Topopolis</em></a> namens _Heaven&#39;s River _leben. Bob schlüpft undercover in einen Quinlan-Androidenkörper, um diese Gesellschaft auszuspionieren und zu durchdringen. Doch das Muster bleibt gleich: Bob betritt eine Stadt, entdeckt etwas über die Quinlan, gerät in Gefahr, flieht — und das Ganze beginnt von neuem. Später dann: Anheuern mit Boot, Fracht verstecken, Verfolgung, Flucht. Immer wieder. Und irgendwann wirkt das Ganze nicht mehr wie Spannung, sondern wie Déjà-vu.</p>
<p>Die Quinlan-Welt wirkt langatmig und farblos. Wir haben eine Milliarde SciFi Rohr und dennoch sieht alles gleich aus. Vielleicht sollte ein Hauch Mystery etwas Spannung erzeugen — tatsächlich bleibt jedoch vieles vorhersehbar und leer. Immer neue Figuren tauchen auf, nur um dann sang- und klanglos zu verschwinden. Eine klassische Anwendung von Chekhov&#39;s Gun — doch abgefeuert wird sie nie.</p>
<p>Ungefähr 70 % des Romans bestehen aus diesem schleppenden Untergrund-Plot. Die restlichen 30 % widmen sich den anderen Bobs in der Galaxie: Ein fad wirkender „Bürgerkrieg“, eine unnötige Verschwörung im Hintergrund — beides kaum mitreißend — und mehrere Füllkapitel, darunter eine willkürliche Dungeons-and-Dragons-RPG-Session. Dazu kommt eine unglückliche Kapitelstruktur, die in diesem Buch einfach nicht funktioniert.</p>
<p>Mit rund 600 Seiten ist dieses Buch mehr als doppelt so umfangreich wie seine Vorgänger - und erzählt dabei bemerkenswert wenig. Die Spannungskurve bleibt flach wie eine <em>Quinlan-Flosse</em>, die Nebengeschichten sind größtenteils belanglos, die Erzählstruktur zerfahren. Es wirkt, als hätte der Autor eine - aus seiner Sicht - gute Idee gehabt und versucht, das ganze Gerüst krampfhaft zusammenzuschustern — doch der Funke wollte bei mir nicht überspringen.</p>
<p>Die ersten drei Bände haben sich viele Sympathiepunkte bei mir erarbeitet. Ich bin noch immer versucht, den bereits erschienen fünften Band zu lesen — doch meine Erwartungen bleiben vorerst niedrig.</p>
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        </item>
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            <title><![CDATA[The Fall of Hyperion - Dan Simmons]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/the-fall-of-hyperion-dan-simmons</link>
            <guid>the-fall-of-hyperion-dan-simmons</guid>
            <pubDate>Sat, 15 Nov 2025 23:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Ein großartiger und komplett anderer Nachfolger.  
Ich habe dieses Buch gerade erst zugeklappt und bin mir noch nicht sicher, ob das Gefühl Bestand haben wird – aber im Moment glaube ich, dass dieses Buch, zusammen mit seinem Vorgänger, ein 6-Sterne-Buch für mich ist. Warum?

Schaut man auf die zahlreichen Bestenlisten der Science-Fiction-Literatur, taucht Hyperion – der erste Teil – fast immer weit oben auf. Der direkte Nachfolger The Fall of Hyperion dagegen wird erstaunlich selten erwähnt. Seltsam eigentlich, denn Hyperion ist im Grunde nur die erste Hälfte einer durchgehenden Geschichte, was man unschwer daran erkennt, dass es einfach mitten im Geschehen endet.

Laut Dan Simmons war diese Zweiteilung eine Entscheidung des Verlags – ursprünglich war keine Duologie geplant.^[Ich hatte hierzu einmal eine Quelle, finde sie aber nicht mehr.] Rückblickend wirkt das fast absurd, denn die Fortsetzung könnte in ihrer Form kaum anders existieren.

Zur Erinnerung: Teil 1 erzählt von sieben Pilgern, die auf dem Weg zu den mysteriösen Time Tombs auf dem nicht weniger mysteriösen Planeten Hyperion sind und sich gegenseitig ihre Lebensgeschichten offenbaren. Jede dieser Geschichten folgt einem eigenen Subgenre und Stil – Reisetagebuch, Philosophie, Film Noir … ein wilder Mix, der vermutlich auch erklärt, warum Hyperion so gefeiert wird – und warum der Nachfolger polarisiert.

The Fall of Hyperion bricht komplett mit diesem Konzept. Statt vieler Stimmen gibt es nun einen neuen, externen Charakter als zentralen Erzähler – Beobachter der Pilger und zugleich Verbindung zur Welt jenseits Hyperions, der Hegemonie. Die Geschichte ist deutlich kohärenter strukturiert und entfaltet sich nun als ein Genre-Mosaik: eine Space Opera mit Elementen aus Science Fiction, Fantasy, Thriller, Mystery und einem Hauch Cyberpunk.^[Mir fallen noch mehr Genres ein, aber das wäre bereits zu nah am Spoiler.]

Mehr noch: Hyperion wirkt im Rückblick fast wie ein übergroßer Prolog. Ein sorgfältiges Setup für dieses Buch – eine Einführung in die Lore des Universums, in die politischen Fraktionen und in das Mysterium des Shrike.
Erst auf dieser Basis beginnt Simmons hier, die eigentliche epische Geschichte zu entfalten, die sich Schicht für Schicht öffnet und am Ende mit einem Schlag in sich zusammenfügt.

Und es geschieht unglaublich viel: Irgendwann im ersten Drittel habe ich ungläubig auf die verbleibenden Seiten geschaut und mich gefragt, was dieses Buch noch mit mir vorhat – denn das Tempo der Entwicklungen entspricht sonst eher dem Finale anderer Romane.

Ob die sechs Sterne langfristig bleiben, weiß ich nicht. Aber in dem Moment, als ich das Buch schloss, hatte ich das Gefühl, gerade Zeuge von etwas Epischem gewesen zu sein. Ein Gefühl, das ich zuletzt bei der Trisolaris- / Three-Body-Problem-Trilogie hatte.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1763378009/the_fall_of_hyperion_frontcover_beef04eb80.jpg" alt="Eine Hand hält das Buch The Fall of Hyperion hoch. Im Hintergrund ist ein Strand zu sehen." title="The Fall of Hyperion - und ein Strand. Muss ja nicht immer mein Bücherregal sein"></p>
<p>Ich habe dieses Buch gerade erst zugeklappt und bin mir noch nicht sicher, ob das Gefühl Bestand haben wird – aber im Moment glaube ich, dass dieses Buch, zusammen mit seinem Vorgänger, ein 6-Sterne-Buch für mich ist. Warum?</p>
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<p>Schaut man auf die zahlreichen Bestenlisten der Science-Fiction-Literatur, taucht <a href="https://www.flore.nz/blog/hyperion-dan-simmons/"><em>Hyperion</em></a> – der erste Teil – fast immer weit oben auf. Der direkte Nachfolger <em>The Fall of Hyperion</em> dagegen wird erstaunlich selten erwähnt. Seltsam eigentlich, denn <em>Hyperion</em> ist im Grunde nur die erste Hälfte einer <a href="https://www.flore.nz/series/hyperion-cantos/">durchgehenden Geschichte</a>, was man unschwer daran erkennt, dass es einfach mitten im Geschehen endet.</p>
<p>Laut Dan Simmons war diese Zweiteilung eine Entscheidung des Verlags – ursprünglich war keine Duologie geplant.^[Ich hatte hierzu einmal eine Quelle, finde sie aber nicht mehr.] Rückblickend wirkt das fast absurd, denn die Fortsetzung könnte in ihrer Form kaum anders existieren.</p>
<p>Zur Erinnerung: Teil 1 erzählt von sieben Pilgern, die auf dem Weg zu den mysteriösen Time Tombs auf dem nicht weniger mysteriösen Planeten Hyperion sind und sich gegenseitig ihre Lebensgeschichten offenbaren. Jede dieser Geschichten folgt einem eigenen Subgenre und Stil – Reisetagebuch, Philosophie, Film Noir … ein wilder Mix, der vermutlich auch erklärt, warum <em>Hyperion</em> so gefeiert wird – und warum der Nachfolger polarisiert.</p>
<p><em>The Fall of Hyperion</em> bricht komplett mit diesem Konzept. Statt vieler Stimmen gibt es nun einen neuen, externen Charakter als zentralen Erzähler – Beobachter der Pilger und zugleich Verbindung zur Welt jenseits Hyperions, der Hegemonie. Die Geschichte ist deutlich kohärenter strukturiert und entfaltet sich nun als ein Genre-Mosaik: eine Space Opera mit Elementen aus <em>Science Fiction</em>, <em>Fantasy</em>, <em>Thriller</em>, <em>Mystery</em> und einem Hauch <em>Cyberpunk</em>.^[Mir fallen noch mehr Genres ein, aber das wäre bereits zu nah am Spoiler.]</p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1763378009/the_fall_of_hyperion_backcover_b726352c9b.jpg" alt="Eine Hand hält das Buch The Fall of Hyperion hoch. Im Hintergrund ist ein Regal zu sehen." title="Schaut man sich das Cover an, würde man kaum erwarten, dass es sich hier um eine Mischung aus Space Opera, Science Fiction, Fantasy, Thriller und Cyberpunk handelt."></p>
<p>Mehr noch: <em>Hyperion</em> wirkt im Rückblick fast wie ein übergroßer Prolog. Ein sorgfältiges Setup für dieses Buch – eine Einführung in die Lore des Universums, in die politischen Fraktionen und in das Mysterium des Shrike.<br>Erst auf dieser Basis beginnt Simmons hier, die eigentliche epische Geschichte zu entfalten, die sich Schicht für Schicht öffnet und am Ende mit einem Schlag in sich zusammenfügt.</p>
<p>Und es geschieht unglaublich viel: Irgendwann im ersten Drittel habe ich ungläubig auf die verbleibenden Seiten geschaut und mich gefragt, was dieses Buch noch mit mir vorhat – denn das Tempo der Entwicklungen entspricht sonst eher dem Finale anderer Romane.</p>
<p>Ob die sechs Sterne langfristig bleiben, weiß ich nicht. Aber in dem Moment, als ich das Buch schloss, hatte ich das Gefühl, gerade Zeuge von etwas Epischem gewesen zu sein. Ein Gefühl, das ich zuletzt bei der <em>Trisolaris</em>- / <a href="link"><em>Three-Body-Problem</em></a>-Trilogie hatte.</p>
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        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Die Gesellschaft zur Erhaltung der Kaiji Monster - John Scalzi]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/die-gesellschaft-zur-erhaltung-der-kaiji-monster-john-scalzi</link>
            <guid>die-gesellschaft-zur-erhaltung-der-kaiji-monster-john-scalzi</guid>
            <pubDate>Mon, 20 Oct 2025 22:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Jurassic Startup
Ich war gerade im Urlaub und brauchte noch eine einfache Lektüre für einen 5-Stunden-Flug. Und wenn es um einfache und unterhaltsame Bücher geht, kann man mit einem Scalzi nichts falsch machen.

Und eigentlich ist die Ausgangslage sehr identisch zu meinem letzten Scalzi-Buch, das ich erst kürzlich gelesen habe. Ein Typ wird durch externe Umstände in eine komplett neue Rolle versetzt und lernt eine Parallelwelt kennen. Bei Starter Villain war es die Welt der Superschurken und in diesem Buch ist es buchstäblich eine andere Welt: Eine Parallelerde mit Kaiju-Monstern. Riesige Lebensformen, die gerne Dinge zertrampeln.

Und genauso wie bei Starter Villain oder auch Redshirts gibt es auch hier wieder Unmengen an Popkulturreferenzen. Seien es Filme wie Godzilla oder Pacific Rim, oder auch Literatur wie Snow Crash ^[steht auch seit langer Zeit bei mir ungelesen im Regal].

Und leider noch eine andere Parallele, ähnlich zu Starter Villain: Die Geschichte ist zu kurz. Als die letzte Seite gelesen war, hatte ich das Gefühl, eine Pilotfolge einer SciFi-Serie gesehen zu haben. Ich kenne jetzt alle Figuren und das Setting, aber habe nur einen Appetizer bekommen. Und das bei einer abgeschlossenen Geschichte. Wieder einmal hat Scalzi sehr viel Potenzial liegen gelassen. Es wird zu wenig über die Lore erzählt, zu wenig über die Geschichte der namensgebenden Gesellschaft, zu wenig über die verschiedenen Kaijus, zu wenig über den Einfluss auf unsere Welt. Sehr schade.

Aber trotzdem: Es hat seinen Zweck erfüllt. Es hat mich von Turbulenzen während des Fluges abgelenkt und gut unterhalten. Mehr wollte ich ja eigentlich gar nicht.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1761733769/kaiju_monster_john_scalzi_03b933af54.jpg" alt="Eine Hand hält das Buch vor einem Meereshintergrund" title="Gute Urlaubslektüre. Im Hintergrund: Ein Pool, der Atlantik, Teneriffa, Gran Canaria, Afrika"></p>
<p>Ich war gerade im Urlaub und brauchte noch eine einfache Lektüre für einen 5-Stunden-Flug. Und wenn es um einfache und unterhaltsame Bücher geht, kann man mit einem <a href="https://www.flore.nz/author/john-scalzi/">Scalzi</a> nichts falsch machen.</p>
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<p>Und eigentlich ist die Ausgangslage sehr identisch zu meinem letzten <a href="https://www.flore.nz/blog/starter-villain-john-scalzi/">Scalzi</a>-Buch, das ich erst kürzlich gelesen habe. Ein Typ wird durch externe Umstände in eine komplett neue Rolle versetzt und lernt eine Parallelwelt kennen. Bei <em>Starter Villain</em> war es die Welt der Superschurken und in diesem Buch ist es buchstäblich eine andere Welt: Eine Parallelerde mit <em>Kaiju</em>-Monstern. Riesige Lebensformen, die gerne Dinge zertrampeln.</p>
<p>Und genauso wie bei <a href="https://www.flore.nz/blog/starter-villain-john-scalzi/"><em>Starter Villain</em></a> oder auch <a href="https://amzn.to/3L5D3Mf"><em>Redshirts</em></a> gibt es auch hier wieder Unmengen an Popkulturreferenzen. Seien es Filme wie <em>Godzilla</em> oder <em>Pacific Rim</em>, oder auch Literatur wie <em>Snow Crash</em> ^[steht auch seit langer Zeit bei mir ungelesen im Regal].</p>
<p>Und leider noch eine andere Parallele, ähnlich zu <em>Starter Villain</em>: Die Geschichte ist zu kurz. Als die letzte Seite gelesen war, hatte ich das Gefühl, eine Pilotfolge einer <em>SciFi</em>-Serie gesehen zu haben. Ich kenne jetzt alle Figuren und das Setting, aber habe nur einen Appetizer bekommen. Und das bei einer abgeschlossenen Geschichte. Wieder einmal hat Scalzi sehr viel Potenzial liegen gelassen. Es wird zu wenig über <strong>die</strong> Lore erzählt, zu wenig über die Geschichte der namensgebenden Gesellschaft, zu wenig über die verschiedenen Kaijus, zu wenig über den Einfluss auf unsere Welt. Sehr schade.</p>
<p>Aber trotzdem: Es hat seinen Zweck erfüllt. Es hat mich von Turbulenzen während des Fluges abgelenkt und gut unterhalten. Mehr wollte ich ja eigentlich gar nicht.</p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[The Heroes - Joe Abercrombie]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/the-heroes-joe-abercrombie-first-law-world-5</link>
            <guid>the-heroes-joe-abercrombie-first-law-world-5</guid>
            <pubDate>Tue, 14 Oct 2025 22:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[Keine Helden zu sehen.
Es ist schon fast drei Jahre her, dass ich Best Served Cold – den zweiten in sich abgeschlossenen Ableger des First Law Universums – gelesen habe. Was seltsam ist, denn eigentlich mochte ich die ganze Reihe ganz gerne. 

In diesem Teil geht es um eine Schlacht, Rivalitäten, Depressionen und weder Gut noch Böse. 

Warum also drei Jahre?

Mich hat abgeschreckt, dass The Heroes eigentlich nur eine sehr lange Beschreibung einer Schlacht ist und ich daher wenig Lore und Handlung erwartet habe. 
Weil ich Best Served Cold stellenweise zu lang empfand.
Das klingt seltsam, aber die gewählte Schriftart und Formatierung des Buchtextes haben mir das Lesen irgendwie erschwert.

Wie bereits erwähnt, behandelt dieser Teil die wenigen Tage vor und nach einer dreitägigen Schlacht im Norden des „Circle of World“ – zeitlich ca. sieben Jahre nach Ende der ersten Trilogie angesiedelt.
Es gibt keine tiefschürfenden Weltentwicklungen oder Enthüllungen. Abercrombie legt den Fokus auf drei Hauptfiguren, von denen zwei bereits Nebenfiguren aus vorherigen Büchern sind – was eigentlich schon fast übertrieben ist, da Calder und Bremer zuvor so unsignifikant waren. Vorwissen aus den anderen Büchern ist nicht erforderlich, hilft aber. 

Zusätzlich gibt es noch POVs von anderen Kriegsteilnehmern – z.B. einem jungen Soldaten, der Ehre auf dem Schlachtfeld sucht, einer Generalstochter, Caul Shivers, den man bereits aus Best Served Cold kennt, und noch viele weitere. 

Auch cool: Ein Kapitel beschreibt eine der ersten Schlachten und springt von Charakter zu Charakter; immer ist die neue Figur der Mörder des vorherigen Charakters. Und wo ich gerade davon spreche: Das Buch ist brutal und gnadenlos. Es werden explizite Gewaltdarstellungen beschrieben und generell sollte man sich mit keiner Figur zu sehr anfreunden. Abercrombie hat kein Problem damit, wichtige Figuren plötzlich draufgehen zu lassen. 

Funfact: Am Anfang des Buches gab es eine Auflistung aller wichtigen Fraktionen und Figuren, und irgendwann habe ich angefangen, jede dort aufgelistete Figur nach dem Ableben durchzustreichen. Es waren nicht viele übrig. 

Ich glaube, dieses Buch hätte nicht 620 Seiten brauchen müssen. Ein paar Story-Stränge weniger wären nicht schlecht gewesen. Es hat aber trotzdem Spaß gemacht. Als Nächstes kommt dann „Red Country“.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1761730855/the_heroes_joe_abercrombie_frontcover_9c274499f2.jpg" alt="Eine Hand hält das Buch The Heroes vor einem Buchregal" title="The Heroes ist der zweite Standalone Ableger im First Law Universum."></p>
<p>Es ist schon fast drei Jahre her, dass ich <a href="https://www.flore.nz/blog/best-served-cold-joe-abercrombie-first-law-world-4/"><em>Best Served Cold</em></a> – den zweiten in sich abgeschlossenen Ableger des <a href="https://www.flore.nz/series/the-first-law/"><em>First Law</em></a> <a href="https://www.flore.nz/series/world-of-the-first-law/">Universums</a> – gelesen habe. Was seltsam ist, denn eigentlich mochte ich die ganze Reihe ganz gerne. </p>
<p>In diesem Teil geht es um eine Schlacht, Rivalitäten, Depressionen und weder Gut noch Böse. </p>
<!--more-->

<p><strong>Warum also drei Jahre?</strong></p>
<ul>
<li><strong>Mich</strong> hat abgeschreckt, dass <em>The Heroes</em> eigentlich nur eine sehr lange Beschreibung einer Schlacht ist und ich daher wenig Lore und Handlung erwartet habe. </li>
<li>Weil ich <a href="https://www.flore.nz/blog/best-served-cold-joe-abercrombie-first-law-world-4/"><em>Best Served Cold</em></a> stellenweise zu lang empfand.</li>
<li>Das klingt seltsam, aber die gewählte Schriftart und Formatierung des Buchtextes <strong>haben</strong> mir das Lesen irgendwie erschwert.</li>
</ul>
<p>Wie bereits erwähnt, behandelt dieser Teil die wenigen Tage vor und nach einer dreitägigen Schlacht im Norden des <strong>„Circle of World“</strong> – zeitlich ca. sieben Jahre nach Ende der ersten <a href="https://www.flore.nz/series/the-first-law/">Trilogie</a> angesiedelt.<br>Es gibt keine tiefschürfenden Weltentwicklungen oder Enthüllungen. Abercrombie legt den Fokus auf drei Hauptfiguren, von denen zwei bereits Nebenfiguren aus vorherigen Büchern sind – was eigentlich schon fast übertrieben ist, da Calder und Bremer zuvor so unsignifikant waren. Vorwissen <strong>aus</strong> den anderen Büchern ist nicht erforderlich, hilft aber. </p>
<p>Zusätzlich gibt es noch POVs von anderen Kriegsteilnehmern – z.B. einem jungen Soldaten, der Ehre auf dem Schlachtfeld sucht, einer Generalstochter, <em>Caul Shivers</em>, den man bereits aus <em>Best Served Cold</em> kennt, und noch viele weitere. </p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1761730855/the_heroes_joe_abercrombie_backcover_dbd675cb3d.jpg" alt="Die Rückseite von The Heroes"></p>
<p>Auch cool: Ein Kapitel beschreibt eine der ersten Schlachten und springt von <strong>Charakter</strong> zu <strong>Charakter</strong>; immer ist die neue Figur der Mörder des vorherigen <strong>Charakters</strong>. Und wo ich gerade davon spreche: <strong>Das</strong> Buch ist brutal und gnadenlos. Es werden explizite Gewaltdarstellungen beschrieben und generell sollte man sich mit keiner Figur zu sehr anfreunden. <strong>Abercrombie</strong> hat kein Problem damit, wichtige Figuren plötzlich <strong>draufgehen</strong> zu lassen. </p>
<p><strong>Funfact</strong>: Am Anfang des Buches gab es eine Auflistung aller wichtigen Fraktionen und Figuren, und irgendwann habe ich angefangen, jede dort aufgelistete Figur nach dem Ableben durchzustreichen. Es waren nicht <strong>viele</strong> übrig. </p>
<p>Ich glaube, dieses Buch hätte nicht 620 Seiten <strong>brauchen</strong> müssen. Ein paar <strong>Story-Stränge</strong> weniger wären nicht schlecht gewesen. <strong>Es</strong> hat aber trotzdem <strong>Spaß</strong> gemacht. Als <strong>Nächstes</strong> kommt dann <strong>„Red Country“</strong>.</p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Starter Villain - John Scalzi]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/starter-villain-john-scalzi</link>
            <guid>starter-villain-john-scalzi</guid>
            <pubDate>Fri, 05 Sep 2025 22:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA["Ich begrüße sie, Mr. Bond" 
Ich mag John Scalzi ^[Auch wenn ich einen großen Teil seiner Bücher gelesen habe, bevor ich diesen Blog angefangen habe – ich habe tatsächlich einen Großteil seiner Bibliographie hier im Regal stehen.]. Old Man's War hat mich damals richtig gefesselt, und die Interdependency–Serie war eine kurzweilige Space-Opera. Und dann war da noch Red Shirts, eine schöne, an Star Trek angelegte Satire auf gängige Science-Fiction-Tropes und Klischees ^[Dass, soweit ich mich erinnere, im letzten Drittel leider stark nachgelassen hat].

Und jetzt versucht er es mit Starter Villain noch einmal – diesmal mit einer Satire auf Super-Schurken, geheime Basen und die ganze Klischee-Kiste, inklusive Katze, Space-Laser und einem Vulkan-Versteck.

Der Protagonist erbt plötzlich das Schurkenimperium seines Onkels. Problem: Die Konkurrenz will ihn loswerden, und so bleibt ihm nichts anderes übrig, als selbst zum Bösewicht zu werden. Klassische Fish-out-of-water-Geschichte, aber Scalzi macht daraus genau das, was man von ihm erwartet: eine rasante, witzige und absolut unterhaltsame Achterbahnfahrt durch die Welt der Super-Schurken.

Ich habe während des Lesens mehr als einmal laut gelacht – Scalzi bedient sich aller Schurken-Klischees, die man kennt, und übertreibt sie so schön, dass es einfach Spaß macht. Gleichzeitig ist die Geschichte – trotz ihrer Absurdität – in sich stimmig. Nie hatte ich das Gefühl, dass Figuren und Orte einfach nur als Plot Device dienen.

Was mich jetzt tatsächlich gestört hat: Das Buch ist verdammt kurz. Ich hätte mir noch viel mehr Einblicke in die Schurkenwelt gewünscht, mehr Details, mehr Absurditäten. Aber vielleicht ist das auch der Punkt – es bleibt kurzweilig und hinterlässt Lust auf mehr. ^[Hey Scalzi, der Titel alleine bietet sich doch schon für eine VILLAIN-Reihe an? Wie wäre es als Nächstes mit SUPER VILLAIN, oder MAD VILLAIN etc.? Shut Up and Take my Money Gif hier vorstellen.]

„Starter Villain“ ist kein tiefgründiges Meisterwerk, aber das muss es auch nicht sein. Es ist ein Buch, das dich zum Grinsen bringt, dich mitreißt und dir zeigt, wie viel Spaß Sci-Fi machen kann, wenn man sie nicht zu ernst nimmt. Und ganz am Ende gibt es noch eine kurze Bonus-Story mit der besten Figur der Geschichte.

Wer also Lust auf eine lockere, actionreiche und vor allem lustige Lektüre hat und mal eine andere Sicht auf böse Super-Schurken-Imperien haben möchte: Starter Villain könnte hier ein perfekter Einstieg sein.

Zum Zeitpunkt wo ich diesen Beitrag schreibe - September 2025 - gibt es noch keine deutsche Übersetzung. Aber klickt ggf mal diesen Amazon Link und guckt ob es sich geändert hat.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1757323667/scalzi_starter_villain_frontcover_c2d268bb3c.jpg" alt="Eine Hand hält das Buch Starter Villain von John Scalzi vor einem Buchregal" title="STARTER VILLAIN von John Scalzi ... oder JOHN SCALZI von Starter Villain? Immer interessant, wenn der Autorenname größer ist als der Buchtitel"></p>
<p>Ich mag <strong>John Scalzi</strong> ^[Auch wenn ich einen großen Teil seiner Bücher gelesen habe, bevor ich diesen Blog angefangen habe – ich habe tatsächlich einen Großteil seiner Bibliographie hier im Regal stehen.]. <a href="https://www.flore.nz/series/old-man-s-war/"><em>Old Man&#39;s War</em></a> hat mich damals richtig gefesselt, und die <a href="https://www.flore.nz/blog/2021-05-11-the-last-emperox-john-scalzi-interdepency-3/"><em>Interdependency</em></a>–Serie war eine kurzweilige Space-Opera. Und dann war da noch <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Redshirts_%28novel%29"><em>Red Shirts</em></a>, eine schöne, an <em>Star Trek</em> angelegte Satire auf gängige Science-Fiction-<em>Tropes</em> und Klischees ^[Dass, soweit ich mich erinnere, im letzten Drittel leider stark nachgelassen hat].</p>
<p>Und jetzt versucht er es mit <em>Starter Villain</em> noch einmal – diesmal mit einer Satire auf Super-Schurken, geheime Basen und die ganze Klischee-Kiste, inklusive Katze, Space-Laser und einem Vulkan-Versteck.</p>
<!--more-->

<p>Der Protagonist erbt plötzlich das Schurkenimperium seines Onkels. Problem: Die Konkurrenz will ihn loswerden, und so bleibt ihm nichts anderes übrig, als selbst zum Bösewicht zu werden. Klassische Fish-out-of-water-Geschichte, aber Scalzi macht daraus genau das, was man von ihm erwartet: eine rasante, witzige und absolut unterhaltsame Achterbahnfahrt durch die Welt der Super-Schurken.</p>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1757323667/starter_villain_backcover_fbfd2a0e66.jpg" alt="Eine Hand hält das Buch Starter Villain vor einem Bücherregal. Die Rückseite ist sichtbar."></p>
<p>Ich habe während des Lesens mehr als einmal laut gelacht – Scalzi bedient sich aller Schurken-Klischees, die man kennt, und übertreibt sie so schön, dass es einfach Spaß macht. Gleichzeitig ist die Geschichte – trotz ihrer Absurdität – in sich stimmig. Nie hatte ich das Gefühl, dass Figuren und Orte einfach nur als Plot Device dienen.</p>
<p>Was mich jetzt tatsächlich gestört hat: Das Buch ist verdammt kurz. Ich hätte mir noch viel mehr Einblicke in die Schurkenwelt gewünscht, mehr Details, mehr Absurditäten. Aber vielleicht ist das auch der Punkt – es bleibt kurzweilig und hinterlässt Lust auf mehr. ^[Hey Scalzi, der Titel alleine bietet sich doch schon für eine VILLAIN-Reihe an? Wie wäre es als Nächstes mit <em>SUPER VILLAIN</em>, oder <em>MAD VILLAIN</em> etc.? <em>Shut Up and Take my Money</em> Gif hier vorstellen.]</p>
<p><em>„Starter Villain“</em> ist kein tiefgründiges Meisterwerk, aber das muss es auch nicht sein. Es ist ein Buch, das dich zum Grinsen bringt, dich mitreißt und dir zeigt, wie viel Spaß Sci-Fi machen kann, wenn man sie nicht zu ernst nimmt. Und ganz am Ende gibt es noch eine kurze Bonus-Story mit der besten Figur der Geschichte.</p>
<p>Wer also Lust auf eine lockere, actionreiche und vor allem lustige Lektüre hat und mal eine andere Sicht auf böse Super-Schurken-Imperien haben möchte: <em><em>Starter Villain</em> könnte hier ein perfekter Einstieg sein</em>.</p>
<p><em>Zum Zeitpunkt wo ich diesen Beitrag schreibe - September 2025 - gibt es noch keine deutsche Übersetzung. Aber klickt ggf mal diesen <a href="https://amzn.to/4m3WUbm">Amazon Link</a> und guckt ob es sich geändert hat.</em></p>
]]></content:encoded>
        </item>
        <item>
            <title><![CDATA[Slaughterhouse Five - Kurt Vonnegut]]></title>
            <link>https://flore.nz/blog/slaughterhouse-five-kurt-vonnegut</link>
            <guid>slaughterhouse-five-kurt-vonnegut</guid>
            <pubDate>Thu, 28 Aug 2025 22:00:00 GMT</pubDate>
            <description><![CDATA[So it goes
Der volle Titel von Kurt Vonneguts berühmtem Roman ist bereits ein Statement: “Slaughterhouse-Five or The Children’s Crusade: A Duty-dance with Death”. Das Buch beginnt ungewöhnlich – das erste Kapitel ist ein Prolog, in dem der Autor selbst als Figur auftritt und uns auf eine Reise vorbereitet, die alles andere als linear verläuft.

Im Zentrum steht Billy Pilgrim, ein Mensch, der „unstuck in time“ ist. Vonnegut schreibt:

LISTEN:
BILLY PILGRIM has come unstuck in time.

Billy erlebt sein Leben nicht chronologisch. Er wacht als alter Mann auf und findet sich am Tag seiner Hochzeit wieder. Er geht durch eine Tür im Jahr 1955 und tritt in eine andere im Jahr 1941 hinaus. Und genau wie der Leser weiß auch Billy nie, was als Nächstes passiert:

He is in a constant state of stage fright, he says, because he never knows what part of his life he is going to have to act in next.

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind für ihn fließend – oder sind es doch nur die Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung? Die Frage, ob Billy wirklich durch die Zeit reist oder ob sein Geist die Flucht sucht, bleibt offen. Vonnegut lässt den Leser bewusst im Ungewissen.

Billys Zeitreisen führen ihn immer wieder zurück in den Zweiten Weltkrieg – und damit direkt in das Herz von Vonneguts eigener Geschichte. Denn der Autor selbst war als junger amerikanischer Soldat in Dresden, wurde dort von den Deutschen gefangen genommen und überlebte das verheerende Feuerbombardement im Februar 1945 in einem Schlachthof: dem titelgebenden „Slaughterhouse-Five“. Was Vonnegut dort erlebte, prägte ihn tief. Die Zerstörung der Stadt, der Tod von Zehntausenden Zivilisten, das Gefühl der Ohnmacht – all das verarbeitet er in diesem Roman, der über zwanzig Jahre nach dem Krieg entstand. Die literarische Distanz, die Ironie und der schwarze Humor sind vielleicht auch ein Schutzmechanismus, um das Unsagbare überhaupt erzählen zu können.

Der historische Kontext ist zentral: Die Bombardierung Dresdens war eines der umstrittensten Kapitel des Zweiten Weltkriegs. Die Stadt galt als kulturelles Zentrum, fernab von militärischen Zielen, und wurde innerhalb weniger Stunden fast vollständig ausgelöscht. Für Vonnegut und seine Mitgefangenen bedeutete das Überleben im Schlachthof ein lebenslanges Trauma – und die Frage, wie man nach solchen Erfahrungen weiterleben kann.

Besonders eindrucksvoll ist die Szene, in der Billy einen Film rückwärts sieht:

Die Bomber fliegen rückwärts über eine brennende Stadt, sammeln die Flammen in Bomben ein und schicken sie zurück in die Fabriken, wo sie auseinandergebaut und die gefährlichen Inhalte sicher im Boden vergraben werden. Am Ende werden alle Soldaten wieder zu Kindern, und die Menschheit arbeitet daran, Adam und Eva hervorzubringen.

Diese Umkehrung der Zeit ist mehr als nur ein literarisches Spiel – sie ist eine Sehnsucht nach einer Welt, in der Zerstörung rückgängig gemacht werden kann.

Die Figuren in Slaughterhouse-Five sind oft blass, „listless playthings of enormous forces“. Es gibt kaum dramatische Konfrontationen – der Krieg nimmt den Menschen ihre Individualität.

„One of the main effects of war, after all, is that people are discouraged from being characters.“

Und wie Vonnegut am Anfang des Buches bereits versprochen hat: Am Ende bleibt ein Vogel, der nach dem Feuersturm in Dresden singt:

It ends like this: Poo-tee-weet.

Was bleibt nach all dem Grauen? Vielleicht nur ein unsinniger Laut – und die Erkenntnis, dass Worte oft nicht ausreichen.

Slaughterhouse-Five ist ein Roman über Trauma, Zeit und die Sinnlosigkeit des Krieges. Es ist ein Buch, das Fragen stellt, aber keine einfachen Antworten gibt. Und vielleicht ist genau das seine größte Stärke.]]></description>
            <content:encoded><![CDATA[<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1756717248/slaughterhouse_5_frontcovet_6a1936f2f9.jpg" alt="Slaughterhouse 5 - Frontcover" title="Slaughterhouse 5 - Frontcover"></p>
<p>Der volle Titel von Kurt Vonneguts berühmtem Roman ist bereits ein Statement: <em>“Slaughterhouse-Five or The Children’s Crusade: A Duty-dance with Death”</em>. Das Buch beginnt ungewöhnlich – das erste Kapitel ist ein Prolog, in dem der Autor selbst als Figur auftritt und uns auf eine Reise vorbereitet, die alles andere als linear verläuft.</p>
<!--more-->

<p>Im Zentrum steht Billy Pilgrim, ein Mensch, der <em>„unstuck in time“</em> ist. Vonnegut schreibt:</p>
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<p>LISTEN:<br>BILLY PILGRIM has come unstuck in time.</p>
</blockquote>
<p>Billy erlebt sein Leben nicht chronologisch. Er wacht als alter Mann auf und findet sich am Tag seiner Hochzeit wieder. Er geht durch eine Tür im Jahr 1955 und tritt in eine andere im Jahr 1941 hinaus. Und genau wie der Leser weiß auch Billy nie, was als Nächstes passiert:</p>
<blockquote>
<p>He is in a constant state of stage fright, he says, because he never knows what part of his life he is going to have to act in next.</p>
</blockquote>
<p>Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sind für ihn fließend – oder sind es doch nur die Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung? Die Frage, ob Billy wirklich durch die Zeit reist oder ob sein Geist die Flucht sucht, bleibt offen. Vonnegut lässt den Leser bewusst im Ungewissen.</p>
<p>Billys Zeitreisen führen ihn immer wieder zurück in den Zweiten Weltkrieg – und damit direkt in das Herz von Vonneguts eigener Geschichte. Denn der Autor selbst war als junger amerikanischer Soldat in Dresden, wurde dort von den Deutschen gefangen genommen und überlebte das verheerende Feuerbombardement im Februar 1945 in einem Schlachthof: dem titelgebenden „Slaughterhouse-Five“. Was Vonnegut dort erlebte, prägte ihn tief. Die Zerstörung der Stadt, der Tod von Zehntausenden Zivilisten, das Gefühl der Ohnmacht – all das verarbeitet er in diesem Roman, der über zwanzig Jahre nach dem Krieg entstand. Die literarische Distanz, die Ironie und der schwarze Humor sind vielleicht auch ein Schutzmechanismus, um das Unsagbare überhaupt erzählen zu können.</p>
<p>Der historische Kontext ist zentral: Die Bombardierung Dresdens war eines der umstrittensten Kapitel des Zweiten Weltkriegs. Die Stadt galt als kulturelles Zentrum, fernab von militärischen Zielen, und wurde innerhalb weniger Stunden fast vollständig ausgelöscht. Für Vonnegut und seine Mitgefangenen bedeutete das Überleben im Schlachthof ein lebenslanges Trauma – und die Frage, wie man nach solchen Erfahrungen weiterleben kann.</p>
<p>Besonders eindrucksvoll ist die Szene, in der Billy einen Film rückwärts sieht:</p>
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<p>Die Bomber fliegen rückwärts über eine brennende Stadt, sammeln die Flammen in Bomben ein und schicken sie zurück in die Fabriken, wo sie auseinandergebaut und die gefährlichen Inhalte sicher im Boden vergraben werden. Am Ende werden alle Soldaten wieder zu Kindern, und die Menschheit arbeitet daran, Adam und Eva hervorzubringen.</p>
</blockquote>
<p>Diese Umkehrung der Zeit ist mehr als nur ein literarisches Spiel – sie ist eine Sehnsucht nach einer Welt, in der Zerstörung rückgängig gemacht werden kann.</p>
<p>Die Figuren in <em>Slaughterhouse-Five</em> sind oft blass, „listless playthings of enormous forces“. Es gibt kaum dramatische Konfrontationen – der Krieg nimmt den Menschen ihre Individualität.</p>
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<p>„One of the main effects of war, after all, is that people are discouraged from being characters.“</p>
</blockquote>
<p><img src="https://res.cloudinary.com/dlsll9dkn/image/upload/v1756717248/slaughterhouse_5_backcover_5cb37e1fd3.jpg" alt="Slaughterhouse 5 - Backcover" title="Poo-tee-weet"></p>
<p>Und wie Vonnegut am Anfang des Buches bereits versprochen hat: Am Ende bleibt ein Vogel, der nach dem Feuersturm in Dresden singt:</p>
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<p>It ends like this: Poo-tee-weet.</p>
</blockquote>
<p>Was bleibt nach all dem Grauen? Vielleicht nur ein unsinniger Laut – und die Erkenntnis, dass Worte oft nicht ausreichen.</p>
<p><em>Slaughterhouse-Five</em> ist ein Roman über Trauma, Zeit und die Sinnlosigkeit des Krieges. Es ist ein Buch, das Fragen stellt, aber keine einfachen Antworten gibt. Und vielleicht ist genau das seine größte Stärke.</p>
]]></content:encoded>
        </item>
    </channel>
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